Menschenrechte
Schweiz will Kinder- und Zwangsarbeit besser bekämpfen

Die Schweiz ist der «Allianz 8.7» beigetreten. Die globale Plattform setzt sich für die Bekämpfung von Kinder- und Zwangsarbeit sowie Menschenhandel ein.

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Die Schweiz setzt sich noch stärker gegen Kinderarbeit ein.

Die Schweiz setzt sich noch stärker gegen Kinderarbeit ein.

Keystone

(abi) Die Internationale Arbeitsorganisation (ILO) hat Anfang Jahr zusammen mit dem globalen Netzwerk «Allianz 8.7» das internationale Jahr zur Beseitigung der Kinderarbeit gestartet. Nun ist auch die Schweiz dem Netzwerk beigetreten, wie das Eidgenössische Departement für Wirtschaft, Bildung und Forschung (WBF) am Donnerstag mitteilte. Als neues Partnerland erfülle die Schweiz ein Versprechen, das sie abgegeben habe.

Die Plattform orientiert sich am Entwicklungsziel 8.7 der Uno-Agenda. Sie will in den Bereichen Kinder- und Zwangsarbeit sowie Menschenhandel den Wissensstand erhöhen, eine stärkere Zusammenarbeit fördern und geeignete Massnahmen vorantreiben.

In den letzten 20 Jahren wurden gemäss ILO fast 100 Millionen Kinder aus Kinderarbeit befreit. Die Zahl von 246 Millionen sank auf aktuell 152 Millionen. Zwar sei diese in den letzten zehn Jahren um 38 Prozent gesunken, die Coronapandemie habe aber erheblich zur Verschlechterung der Situation beigetragen, teilte die ILO beim Start des Internationalen Jahres mit. Fast die Hälfte der Kinderarbeit findet in Afrika statt, gefolgt von Asien und dem Pazifikraum. 70 Prozent der Kinder arbeiten gemäss ILO in der Landwirtschaft – sowohl für den Eigenbedarf als auch in der kommerziellen Landwirtschaft und Viehzucht.

Neues Abkommen mit ILO unterzeichnet

Ausserdem traf Bundespräsident Guy Parmelin den ILO-Generaldirektor, Guy Ryder. Sie unterzeichneten das neue Abkommen der Schweiz über die Entwicklungszusammenarbeit mit der ILO. Dieses halte die strategischen Prioritäten der Schweiz für die gemeinsamen Aktivitäten im Rahmen der Entwicklungszusammenarbeit fest. Auch konkretisiere es die von der Schweiz und den Sozialpartnern im Jahr 2013 verabschiedete Strategie gegenüber der ILO, wie es weiter heisst. Das neue ersetzt das bisherige Abkommen von 2016.

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