Aufruf zur Gewalt
Stadtrat appelliert an Eltern: «Lassen sie ihre Kinder nicht nach St. Gallen»

Nach den Krawallen vom Karfreitag wird für den Ostersonntagabend erneut zu Gewalt in St. Gallen aufgerufen. Der Stadtrat appelliert an die Eltern.

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Am Freitag randalierten in St. Gallen Jugendliche aus der ganzen Schweiz.

Am Freitag randalierten in St. Gallen Jugendliche aus der ganzen Schweiz.

Bild: Raphael Rohner

(kapo/ok) Bereits zweimal knallte es an einem Freitagabend in der Stadt St. Gallen, in beiden Fällen gingen der Eskalation Aufrufe in sozialen Netzwerken voraus. Nach den Krawallen vom Karfreitag kursieren an diesem Wochenende erneut Aufrufe zu Gewalt für den Ostersonntagabend. Dem Stadtrat und der Stadtpolizei St.Gallen, so heisst es in einer Mitteilung, ist es ein Anliegen, die Öffentlichkeit über die Vorgehensweise der Polizei zu informieren. Insbesondere sollen sich, so heisst es, Jugendliche bewusst sein, auf was sie sich einlassen, wenn sie den Aufrufen zu Gewalt folgen.

Wie die Polizei ankündigt, werden am Sonntagabend ausgedehnte Personenkontrollen durchgeführt, potenziell gewaltsuchende Jugendliche und auch Schaulustige haben mit einer Wegweisung zu rechnen. In der ganzen Innenstadt sei mit Personenkontrollen zu rechnen. Verzeigt werde, wer sich einer Wegweisung widersetze. Auch würden Personen zur Strafanzeige gebracht, die trotz einer Wegweisung am Karfreitag erneut den Weg in die Stadt St.Gallen finden.

Der Stadtrat und die Stadtpolizei St.Gallen appellieren an die Bevölkerung, den Aufrufen zu Gewalt nicht zu folgen, auch nicht als Schaulustige. Insbesondere richte sich der Appell an die Eltern der Jugendlichen: «Lassen Sie Ihre Kinder heute Abend nicht nach St.Gallen.»

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