Australian Open
König Djokovic holt den 9. Titel in Australien - Medwedew ohne Chance

Der Serbe Novak Djokovic sicherte sich in Melbourne bei den Australian Open den neunten Titel, den 18. Grand-Slam-Titel insgesamt. Djokovic gewinnt gegen den Russen Daniil Medwedew 7:5, 6:2 und 6:2.

Gina Kern
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Neunter Sieg in der Rod Laver Arena für Novak Djokovic.

Neunter Sieg in der Rod Laver Arena für Novak Djokovic.

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Beim Stand von 2:4 im zweiten Satz haute Daniil Medwedew seinen Schläger auf den Boden. Mit voller Wucht. Die Wut war riesengross. Das bespannte Ding brach kläglich auseinander. Es nützte alles nichts. Denn nach dem Verlust des ersten Satzes mit 5:7, war die Ansage der Weltnummer 1 - Novak Djokovic - klar: Dieser wollte seinen neunten Titel in Australien holen. Und so lieferte er von Beginn weg eine kleine Machtdemonstration.

Keine Chance auf den Grand-Slam-Titel der Australian Open: Medwedew.

Keine Chance auf den Grand-Slam-Titel der Australian Open: Medwedew.

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Den ersten Satz gewann der «Djoker» mit 7:5, das war dann auch das höchste der Gefühle dieses Spiels. Im Zweiten verlor der 25-jährige Russe den Faden, es wollte ihm nichts mehr gelingen. Und auch das Zertrümmern seines Werkzeuges nützte nichts mehr - 6:2, eine kurze Angelegenheit. Und auch im Dritten schien Medwedew abgelenkt, er servierte schlecht, regte sich auf und motzte gar gegen das Publikum. Es half aber alles nichts. Im Gegenteil. Djokovic machte den Sack im Dritten schnell zu, spielte lange, konstante Bälle an die Grundlinie und gewann klar mit 6:2. Der neunte Sieg in der Rod Laver Arena in Melbourne war gesichert und Medwedews Siegesserie von 20 Spielen gebrochen.

Wachtablösung verschoben

Die Wachtablösung des jungen Russen wurde noch einmal verschoben. Der bald 34-jährige Djokovic wurde dann auch von der Präsidentin des australischen Tennisverbandes, Jayne Hrdlicka, mit den Worten des «Königs vom Melbourne-Park» geehrt. Die Rede der Präsidentin wurde immer wieder von Zwischenrufen und Zwischenpfiffen aus dem Publikum unterbrochen.

Der Verlierer des Finales fand seinen Humor schnell wieder. Es sei nie leicht zu sprechen, nachdem man ein Grand-Slam-Final verloren habe. Er gratuliere Novak, 18 Titel insgesamt, da fehlen einem die Worte. Er erzählte, dass Novak einst sein grosses Idol war, und dies sei bis heute so geblieben. «Und ja, ich hätte euch gerne noch etwas länger unterhalten», sagte er zum Publikum. «Aber heute war einfach nicht mein Tag.»

Djokovic gratulierte seinem Gegner und lobte ihn als grossartigen Typ. Er blickte auf die letzten Monate zurück und bedankte sich trotz den schwierigen Umständen für die Organisation des Turniers. Dann kam die grosse Liebeserklärung an den Tennisplatz. «Danke Rod Laver Arena, ich liebe dich jedes Jahr mehr!»

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