Bildung
Welsche Schüler und Ausländer bleiben auf Primarstufe öfters sitzen

Schweizweit ist die Repetitionsquote auf Primarstufe mit 1,3 Prozent tief. Allerdings gibt es Unterschiede bezüglich Wohnort und Hintergrund der Lernenden.

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Migrationshintergrund und Wohnort der Schüler beeinflussen die Repetitionsquote. (Symbolbild)

Migrationshintergrund und Wohnort der Schüler beeinflussen die Repetitionsquote. (Symbolbild)

Keystone

(dpo) Eine Schülerin oder ein Schüler von 75 muss in der Schweiz auf der Primarstufe das Schuljahr wiederholen. Das entspricht 1,3 Prozent der Lernenden im dritten bis achten Schuljahr, wie am Donnerstag veröffentlichte Zahlen des Bundesamtes für Statistik (BFS) zeigen. Bei Knaben liege die jährliche Repetitionsquote etwas über jener der Mädchen.

Unterschiede gibt es zwischen den Landesteilen und einzelnen Kantonen. In der französischsprachigen Schweiz ist die Repetitionsquote mit 1,8 Prozent höher als in der Deutsch- und rätoromanischen Schweiz (1,2 Prozent) und in der italienischen Schweiz (0,9 Prozent). Am wenigsten Repetitionen weist dabei der Kanton Graubünden mit 0,5 Prozent auf, Schlusslicht ist Neuenburg mit 2,6 Prozent. Zwischen städtischen und ländlichen Gebieten gibt es laut BFS dafür nur geringe Unterschiede.

In der französischen Schweiz fällt die Repetitionsquote höher aus als in der Deutschschweiz.

In der französischen Schweiz fällt die Repetitionsquote höher aus als in der Deutschschweiz.

BFS

Ob eine Schülerin oder ein Schüler die Klasse wiederholen muss, hängt auch vom Migrationshintergrund ab. Bei Schülern, die nach ihrem sechsten Altersjahr in die Schweiz gekommen sind, wiederholen 2,8 Prozent mindestens ein Schuljahr. Bei den Schweizerinnen und Schweizern sind es mit 1,1 Prozent deutlich weniger, so das BFS.

Zudem zeigen die Daten, dass Lernende mit Eltern ohne nachobligatorische Ausbildung ihr Schuljahr häufiger wiederholen als solche, bei denen mindestens ein Elternteil über einen Abschluss auf Sekundarstufe II verfügt. Kinder, bei denen mindestens ein Elternteil über einen Hochschulabschluss verfügt, wiederholen dagegen am seltensten das Schuljahr, heisst es.

Das BFS hat laut eigenen Angaben erstmals harmonisierte Einzeldaten untersucht zu den Übergängen und Verläufen sämtlicher Lernenden im Alter von vier bis 16 Jahren in der obligatorischen Schule seit 2012.

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