Betreuung
Eltern schwer kranker Kinder: Ab Juli können sie einen 14-wöchigen Urlaub beziehen

Eltern von Kindern mit schweren gesundheitlichen Beeinträchtigungen erhalten bald mehr Unterstützung. Ab dem 1. Juli haben sie Anspruch auf einen 14-wöchigen Betreuungsurlaub.

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Pflegende Eltern und Müttern von Neugeborenen, die lange im Spital bleiben müssen, werden entlastet. (Symbolbild)

Pflegende Eltern und Müttern von Neugeborenen, die lange im Spital bleiben müssen, werden entlastet. (Symbolbild)

Keystone

In diesem Jahr treten verschiedene Massnahmen in Kraft, die pflegenden Angehörigen Erleichterung verschaffen sollen. So wurde bereits im Januar ein Urlaub für die Betreuung von kranken Angehörigen eingeführt, zudem wurde der Anspruch auf Betreuungsgutschriften in der AHV ausgeweitet. Am 1. Juli tritt nun noch der zweite Teil der neuen Massnahmen in Kraft. Der Bundesrat hat an seiner Sitzung vom Mittwoch die entsprechenden Bestimmungen gutgeheissen, wie das Bundesamt für Sozialversicherungen in einer Mitteilung schreibt.

Eltern von minderjährigen Kindern, die wegen Krankheit oder Unfall gesundheitlich schwer beeinträchtigt sind, haben künftig Anspruch auf einen 14-wöchigen Betreuungsurlaub, der über die Erwerbsersatzordnung entschädigt wird. Dieser kann innerhalb von 18 Monaten am Stück oder tageweise bezogen und zwischen den Eltern aufgeteilt werden. Sie erhalten eine Betreuungsentschädigung in der Höhe von 80 Prozent.

Weiter gibt es eine Verbesserung für Mütter von Neugeborenen, die direkt nach der Geburt für längere Zeit im Spital bleiben müssen. Sie haben neu Anspruch auf bis zu acht zusätzliche Wochen Mutterschaftsentschädigung. Aktuell können betroffene Mütter laut Mitteilung lediglich um einen Aufschub der Mutterschaftsentschädigung ersuchen, was dazu führen könne, dass sie zwischen Geburt und Beginn der Mutterschaftsentschädigung kein Einkommen haben.

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