Abschlussprüfungen
Maturaprüfungen und LAP sollen trotz Corona regulär stattfinden

Die Maturitätsprüfungen und Lehrabschlussprüfungen sollen 2021 nach dem Willen des Bundesrates regulär durchgeführt werden. Sollte dies nicht möglich sein, hat die Landesregierung Ausnahmeregelungen vorgesehen.

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Der Bundesrat hat Ausnahmeregelungen erlassen, sofern die Abschlussprüfungen nicht durchgeführt werden können. (Symbolbild)

Der Bundesrat hat Ausnahmeregelungen erlassen, sofern die Abschlussprüfungen nicht durchgeführt werden können. (Symbolbild)

Keystone

(dpo) Im vergangenen Jahr konnten die kantonalen Gymnasien noch auf die schriftlichen Maturitätsprüfungen verzichten. Dieser Entscheid des Bundesrates sorgte teilweise für Unmut unter Schülern und Lehrern. Mit der Kritik wohl im Hinterkopf hat der Bundesrat nun entschieden: Die Matura- und Lehrabschlussprüfungen (LAP) sollen in diesem Jahr wenn immer möglich regulär stattfinden. Dies teilte das Eidgenössische Departement für Wirtschaft, Bildung und Forschung WBF am Freitag mit.

Die weitere Entwicklung der Pandemie sei nur beschränkt vorhersehbar und deshalb sei eine rasche und flexible Anpassung an die jeweilige Lage wichtig. Aus diesem Grund habe der Bundesrat das Vorgehen bezüglich den Abschlussprüfungen frühzeitig mit der Schweizerischen Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren EDK und weiteren Partnern koordiniert, heisst es.

Ausnahmeregeln sollen Rechtssicherheit schaffen

Für den Fall, dass die epidemiologische Lage eine Durchführung der Prüfungen nicht zulasse, hat der Bundesrat Spezialregelungen erlassen. Diese sollen laut Mitteilung Rechtssicherheit sowohl für die Prüfungskandidaten als auch die Schulen und Behörden schaffen.

Können beispielsweise die schriftlichen Maturitätsprüfungen nicht durchgeführt werden, berechnet sich die Maturitätsnote auf Grund der Leistungen im letzten Ausbildungsjahr im jeweiligen Fach, wie das Staatssekretariats für Bildung, Forschung und Innovation SBFI in einem Faktenblatt festhält. Ob die Maturitätsprüfung stattfindet, sollen dabei die Kantone entscheiden, heisst es.

Ausnahmeregelungen sind auch für das Qualifikationsverfahren der beruflichen Grundbildung vorgesehen. So kann etwa die praktische Arbeit verkürzt, oder durch bestehende Erfahrungsnoten ersetzt werden, wie das SBFI mitteilt. Erlaube die epidemiologische Lage gar keine Prüfungen, soll sie durch eine Beurteilung durch den Lehrbetrieb ersetzt werden. Auch hier sollen die Kantone selber entscheiden, ob die Prüfungen gemäss Ausnahmeregelung durchgeführt werden.