Corona
Sieben statt zehn Tage: Bundesrat will Quarantänedauer verkürzen

Die Quarantäne soll künftig maximal noch eine Woche dauern, wenn man danach einen negativen Coronatest vorweisen kann. Am Donnerstag wurden entsprechende Pläne öffentlich.

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Sieben Tage nach dem letzten Kontakt mit einer infizierten Person und einem negativen Coronatest kann die Quarantäne beendet werden.

Sieben Tage nach dem letzten Kontakt mit einer infizierten Person und einem negativen Coronatest kann die Quarantäne beendet werden.

Bruno Kissling / Oltner Tagblatt

(mg) Statt 10 Tagen könnte die Quarantäne bald kürzer dauern. Das Eidgenössische Departement des Innern (EDI) hat entsprechende Änderungen in der Covid-19-Verordnung zur Konsultation an die Kantone geschickt und am Donnerstag auf der Webseite veröffentlicht. Darin schlägt es drei Möglichkeiten vor, wie mit einem negativen Test die Quarantäne vorzeitig beendet werden kann.

  • Variante 1: Wer 7 Tage nach dem letzten Kontakt mit einer positiv getesteten Person einen negativen Coronatest vorweisen kann, kann danach die Quarantäne beenden. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich beim Test um einen Schnelltest, oder einen PCR-Test handelt. 
  • Variante 2: Eigentlich identisch mit Variante 1. Einzige Änderung: Bereits am Tag der Kontaktaufnahme wegen der Quarantäne muss die betroffene Person einen Coronatest durchführen. Ist dieser positiv, so können auch deren Kontaktpersonen unter Quarantäne gestellt werden. Bei einem negativen Test ändert sich nichts. Es braucht in jedem Fall nach sieben Tagen einen erneuten negativen Test, um vorzeitig die Quarantäne beenden zu können. 
  • Variante 3: Nach 5 Tagen seit dem letzten Kontakt und einem negativen Test kann die Quarantäne beendet werden. Aber: Die betroffene Person muss sich danach am 7. Tag erneut testen lassen. Ansonsten könne eine so frühe Entlassung aus der Quarantäne nicht verantwortet werden, heisst es in dem Schreiben an die Kantone.

Varianten 2 und 3 «nicht umsetzbar»

Welche der Varianten das EDI präferiert, ist im Schreiben deutlich. «Das EDI schlägt vor, die bestehende zehntägige Kontaktquarantäne durch eine Test- und Freigabestrategie im Sinne der Variante 1 zu ersetzen», heisst es im Brief. Aber nur, «sofern die Kantone in der Lage sind, die Testung nach 7 Tagen durchzusetzen oder zumindest stichprobenweise zu kontrollieren.» Auf organisatorischer Ebene seien die Varianten 2 und 3 «nicht umsetzbar». Die neuen Quarantäneregeln wären auch bei der Einreise-Quarantäne gültig.

Die Kantone haben bis am Freitag Zeit, sich zu den Vorschlägen zu äussern. Bereits im Herbst hatten diverse Verbände gefordert, dass der Bundesrat die Quarantänedauer verkürzt. Nachdem der Bundesrat dies im Oktober noch abgelehnt hatte, ist er in seiner Sitzung vor Weihnachten noch einmal darauf zurückgekommen und hat das EDI beauftragt, neue mögliche Regeln zu erarbeiten.