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Glarus und Appenzell öffnen Skigebiete am Mittwoch – Luzern wartet noch zu

Nach der Schliessung über die Weihnachtstage öffnen Glarus und Appenzell am Mittwoch ihre Skigebiete. In der Zentralschweiz damit noch zuwarten will Luzern – wie St. Gallen in der Ostschweiz.

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Wie andere Kantone öffnet nun auch Glarus ab Mittwoch die Skigebiete. Damit startet etwa in Braunwald die Wintersaison. (Archivbild)

Wie andere Kantone öffnet nun auch Glarus ab Mittwoch die Skigebiete. Damit startet etwa in Braunwald die Wintersaison. (Archivbild)

Keystone

(sat) Die epidemiologische Lage als auch die Situation in der kantonalen Gesundheitsversorgung habe sich seit der vorsorglichen Schliessung am 22. Dezember gebessert, begründet der Glarner Regierungsrat am Dienstag seinen Entscheid. Allerdings verordnet die Regierung ihren Skigebieten Einschränkungen: So wird in Elm die Besucherzahl auf maximal 4000 Personen pro Tag limitiert und in Braunwald auf 2000. Für die übrigen Skigebiete gilt eine Limite von zwei Dritteln der maximalen Erfahrungswerte.

Zudem hält der Regierungsrat fest, die Bewilligung gelte nur auf Zusehen hin. Verschlechtere sich die Situation, könnten die Skigebiete auch wieder geschlossen werden. Darüber hinaus sieht die kantonale Bewilligung ein Alkoholverbot vor. Und es sind nur Takeaway-Gastroangebote erlaubt.

Kantone müssen Skigebieten Betriebsbewilligung ausstellen

In Appenzell Innerrhoden und Ausserrhoden teilen die Kantone am Dienstag mit, von allen Betreibern seien Schutzkonzepte eingegangen, geprüft und genehmigt worden. Allen Skigebieten seien daher ebenfalls ab Mittwoch kantonale Betriebsbewilligungen erteilt werden.

Diese Zusatzhürde müssen Betreiber von Skigebieten derzeit gemäss einem Beschluss des Bundesrates vom 11. Dezember nehmen. Als Begründung für die nun beschlossene Öffnung ab Mittwoch erwähnen auch die Kantone Appenzell Innerrhoden und Appenzell Ausserrhoden in ihren Mitteilungen die Besserung der epidemiologischen Lage als auch in der Gesundheitsversorgung im jeweiligen Kanton.

Flickenteppich in der Zentralschweiz und Ostschweiz

Zu einem anderen Entscheid ist am Dienstag dagegen die Luzerner Kantonsregierung gekommen. Aufgrund der noch immer sehr angespannten epidemiologischen Lage und der anhaltenden hohen Auslastung in den Luzerner Spitälern hat das Gesundheits- und Sozialdepartement beschlossen, mit der Erteilung der kantonalen Bewilligung für Skigebiete vorerst bis am 8. Januar zuzuwarten. Winterpazierwege und Langlaufloipen bleiben jedoch offen. Die Regierung will die Lage kommenden Mittwoch neu beurteilen.

Anders entschieden haben bereits am Montag die drei Kantone Uri, Ob- und Nidwalden. Sie erteilten ihren Skigebieten bereits eine kantonale Betriebsbewilligung. Am Dienstag meldete auch die Zuger Kantonsregierung, dass die Skigebiete ab dem 30. Dezember wieder öffnen dürfen, sofern sie über ein Schutzkonzept verfügen.

Damit herrscht in der Schweiz punkto Skifahren derzeit ein Flickenteppich: Nur Schwyz war bereits am Montag wie nun Luzern zum Schluss gekommen, aufgrund der epidemiologischen Lage mit Wintersport-Betriebsbewilligungen noch zuzuwarten. In der Ostschweiz einen grünen Fleck im Wintersport bildet derzeit St. Gallen: Dort hatte der Kanton ebenfalls bereits früher entschieden, vorerst seine Skigebiete doch noch nicht wieder öffnen zu lassen.

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