Coronavirus
Erste Kantone schliessen Skigebiete über Weihnachten

Nach Luzern hat auch der Kanton Schwyz angekündigt, die Skigebiete vom 22. bis 29. Dezember zu schliessen. Zu angespannt ist die Situation in den Spitälern. Der Kanton Bern wartet noch zu.

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Die Sessellifte bleiben über Weihnachten leer – zumindest in den Kantonen Luzern und Schwyz. (Symbolbild)

Die Sessellifte bleiben über Weihnachten leer – zumindest in den Kantonen Luzern und Schwyz. (Symbolbild)

Bild: Keystone

(rwa/wap) Die Skigebiete im Kanton Schwyz bleiben über Weihnachten geschlossen. Die Schliessung umfasst alle Skilifte und Sessellifte, die Skipisten und die Schlittelwege. Die Bergbahnen dürfen weiterhin betrieben werden. Angesichts der epidemiologischen Lage und der hohen Spitalauslastung könnten keine Betriebsbewilligungen ausgestellt werden, teilten die Schwyzer Behörden am Freitag mit. Die vorübergehende Schliessung soll zusammen mit den geltenden Massnahmen die Fallzahlen senken und damit die Voraussetzung für eine spätere Öffnung der Skigebiete schaffen.

Zum gleichen Mittel hatten zuvor auch die Luzerner Behörden gegriffen. Im Kanton müssen alle Skigebiete von Dienstag bis zum 29. Dezember dicht machen – auch diejenigen, die schon geöffnet hatten. «Derzeit sind wesentliche Bundesvorgaben nicht erfüllt, um den Betrieb von Skigebieten im Kanton Luzern zu ermöglichen oder aufrechtzuerhalten – dies wäre schlicht unverantwortlich», wird Gesundheitsdirektor Guido Graf in einer Mitteilung vom Freitag zitiert.

Die aktuelle Situation erlaube es nicht, jetzt noch das Risiko von schweren Wintersportunfällen oder weiteren Ansteckungsherden einzugehen, welche dann möglicherweise Intensivpflegekapazitäten beanspruchen würden, heisst es weiter.

Noch keinen Entscheid hat der Kanton Bern über die Schliessung von Skigebieten getroffen. Der Berner Gesundheitsminister Pierre Alain Schnegg erklärte vor den Medien, dass dafür die Regierungsstatthalter zuständig seien. Diese vertreten auf Bezirksebene die Kantonsregierung. Wenn es soweit komme, dass sich die Situation in den Spitälern nicht mehr verantworten lasse, werde seine Direktion jedoch die Schliessung der Skigebiete beantragen, erklärte Schnegg weiter.

Auch der Kanton Zug schliesst die Skigebiete. Im Kanton Nidwalden dürfen Bahnen zwar weiterhin Gäste transportieren, die etwa Winterwandern oder Langlaufen wollen, die Skipisten werden aber ab dem 22. Dezember geschlossen. Der Kanton Obwalden setzt auf die gleiche Lösung: Sessellifte und Skilifte müssen ab Dienstag geschlossen bleiben, andere Bergbahnen dürfen weiterbetrieben werden.

Der Kanton Uri wird am Wochenende über den Weiterbetrieb der Skigebiete und allfällige weitere Massnahmen entscheiden. Auch der Kanton Appenzell-Ausserrhoden gab am Freitag bekannt, am Montag entscheiden zu wollen. Auch die Kantone der Romandie wollen Anfang nächster Woche eine Lagebeurteilung vornehmen, wie einer Mitteilung des Kantons Freiburg zu entnehmen ist.

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