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Lieferengpass bei Pfizer: Auch Schweiz dürfte vorübergehend weniger Impfstoff erhalten

Der Pharmakonzern Pfizer kann in den nächsten drei bis vier Wochen die bereits zugesagte Menge an Corona-Impfstoff nicht liefern. Nun klärt der Bund ab, was das für die Schweiz heisst.

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Begehrtes Fläschchen: Die Nachfrage nach dem Impfstoff von Pfizer/Biontech ist gross.

Begehrtes Fläschchen: Die Nachfrage nach dem Impfstoff von Pfizer/Biontech ist gross.

Keystone

(rwa/dpa) Der Pharmakonzern Pfizer rechnet mit einer Einschränkung der Corona-Impfstofflieferungen in Europa in den kommenden Wochen. Massnahmen zur Erhöhung der Produktion im Werk in Puurs in Belgien würden sich «vorübergehend auf die Lieferungen von Ende Januar bis Anfang Februar auswirken», teilte Pfizer am Freitag mit.

Was das für die Schweiz heisst, ist noch unklar. «Wir nehmen die Nachricht über den Lieferengpass von Pfizer ernst und klären nun ab, welche Konsequenzen dies für die Schweiz hat», schreibt das Bundesamt für Gesundheit (BAG) auf Anfrage von CH Media. Dem Bund sei von Beginn an bewusst gewesen, dass die weltweite Impfstoffknappheit eine Herausforderung sein werde. Aus diesem Grund verfolge er eine diversifizierte Strategie und setze auf verschiedene Impfstoffhersteller.

Diese Woche erhielt die Schweiz zusätzlich zu Pfizer/Biontech eine erste Lieferung von Moderna. Insgesamt hat der Bund bei Moderna rund 7,5 Millionen Impfdosen, bei Pfizer/Biontech drei Millionen Impfdosen und AstraZeneca rund 5,3 Millionen Impfdosen bestellt. Letzterer befindet sich aktuell im Zulassungsverfahren bei Swissmedic.