Evakuierung
Schweizer Rettungsflug für Afghanistan ist unterwegs

Am Montag startete der Charterflug des Departements für Auswärtige Angelegenheiten nach Taschkent in Usbekistan. Am Samstag musste der Flug wegen Sicherheitsbedenken noch verschoben werden.

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Ein Charterflug der Swiss soll bei der Evakuierung helfen. (Symbolbild)

Ein Charterflug der Swiss soll bei der Evakuierung helfen. (Symbolbild)

Keystone

Für die Schweizer Staatsangehörigen naht die Rettung aus Afghanistan. Wie das Departement für Auswärtige Angelegenheiten (EDA) am Montag mitteilte, startete eine Maschine der Swiss am Montagvormittag in Richtung Taschkent in Usbekistan.

Dort sollen Personen zusteigen, die zuvor aus Kabul evakuiert werden konnten. Es handelt sich dabei um Schweizerinnen und Schweizer, aber auch um erste Lokalangestellte und deren Familien. Konkret 70 lokale Deza-Mitarbeitenden hätten es am Sonntag erstmals ins Innere des Flughafens Kabul geschafft, schreibt das EDA. Sie seien durch die Luftbrücke der Deutschen Bundeswehr nach Taschkent geflogen worden.

Mit 1,3 Millionen Masken an Bord gestartet

Stand heute wurden damit 100 Personen in Sicherheit vor den Taliban gebracht. Die Rettungsaktion des EDA versprach, insgesamt 230 Personen mit Schweizer Pass oder Schweizer Bezug zu evakuieren. Am Wochenende musste der Flug wegen der prekären Sicherheitslage am Flughafen in der afghanischen Hauptstadt Kabul noch verschoben werden.

Das Flugzeug startete nicht leer nach Taschkent, sondern hatte Schutzmaterial gegen Covid-19 an Bord, darunter 1,3 Millionen Medizinalmasken. Diese würden «im Rahmen einer kleineren Zeremonie» den usbekischen Behörden übergeben, wie es weiter heisst. An Bord waren weiter zwei Ärzte und acht Mitarbeitende der Bundespolizei, welche die evakuierten Personen auf dem Rückflug begleiten werden. (gb.)

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