Familie
Neue Schätzung: 22-wöchige Elternzeit würde 1,3 Milliarden im Jahr kosten

Eine neue Berechnung zeigt auf, wie viel die Einführung eines Elternzeitmodells in der Schweiz kosten würde. Für 22 Wochen beträgt die maximale Investition demnach 15'000 Franken pro Kind.

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Die Kommission für Familienfragen will eine 22-wöchige Elternzeit einführen. (Symbolbild)

Die Kommission für Familienfragen will eine 22-wöchige Elternzeit einführen. (Symbolbild)

Keystone

(agl) Die Eidgenössische Kommission für Familienfragen (EKFF) setzt sich für die Einführung einer nationalen Elternzeit in der Schweiz ein. Zusätzlich zu den 14 Wochen Mutterschafts- und zwei Wochen Vaterschaftsurlaub schlägt sie 22 Wochen Elternzeit vor, wie es in einer Mitteilung vom Dienstag heisst. Sechs Wochen davon wären fix für den Vater reserviert, der Rest frei aufteilbar.

Nun hat die EKFF die Kosten, welche ihr Modell verursachen würde, neu berechnen lassen. Dabei wurde mit einer Inanspruchnahme der Elternzeit gerechnet, wie sie in Island und Norwegen gemessen wird. Dort nehmen Mütter 92 Prozent der für sie verfügbaren und Väter zwischen 74 und 86 Prozent der für sie reservierten Zeit in Anspruch. Auf die Schweiz angewandt würden so Kosten von rund 1,3 Milliarden Franken pro Jahr entstehen, dies bei 88'500 geborenen Kindern im Jahr und einem Erwerbsersatz von 80 Prozent. Pro Kind würde die maximale Investition 15'000 Franken betragen, so die EKFF.

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