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Teilerfolg für Fifa-Präsident Gianni Infantino vor Bundesstrafgericht

Fifa-Präsident Gianni Infantino erreicht vor dem Bundesstrafgericht einen Teilerfolg. Zudem haben die involvierten Behörden die Zuständigkeiten geregelt.

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Unzulässige Befragung: Fifa-Präsident Gianni Infantino bekommt vor Bundesstrafgericht teilweise recht.

Unzulässige Befragung: Fifa-Präsident Gianni Infantino bekommt vor Bundesstrafgericht teilweise recht.

Keystone

(abi) Das Bundesstrafgericht hat die Einvernahme einer Person im Umfeld des Fifa-Präsidenten Gianni Infantino beanstandet. Grund dafür sei die fehlende Zuständigkeit des ausserordentlichen Bundesanwalts Stefan Keller, wie dieser am Donnerstag mitteilte. Keller hatte demnach eine unzulässige Befragung durchgeführt. Das Gericht verlangt nun, dass das Protokoll der Befragung aus den Akten entfernt wird. Auf drei weitere Begehren von Infantino, der die Beschwerde im Dezember 2020 eingereicht hatte, sei das Gericht nicht eingetreten.

Ausserdem hätten die involvierten Behörden in den vergangenen Wochen die Zuständigkeiten geklärt. Stefan Keller prüft im Auftrag der Aufsichtsbehörde über die Bundesanwaltschaft (AB-BA) verschiedene Strafanzeigen gegen Infantino, die mit der Benutzung eines Privatjets von Surinam in die Schweiz zusammenhängen.

Keller prüft weitere Strafanzeigen

Nun hätten sich die Oberstaatsanwaltschaft des Kantons Zürich, die aufgrund des Fifa-Sitzes auch zuständig sein könnte, und Keller darauf geeinigt, dass ein allfälliges Strafverfahren in die Strafkompetenz des Bundes falle. Diese Vereinbarung kann beim Bundesstrafgericht angefochten werden.

Wie Keller weiter mitteilt, führt er neben dem Fall «Benutzung eines Privatjets» auch sein Mandat für den Sachverhalt «nicht protokollierte Gespräche» des ehemaligen Bundesanwalts Michael Lauber und Infantino plangemäss weiter. Zudem prüfe er im Auftrag der AB-BA weitere Strafanzeigen zu verschiedenen anderen Sachverhalten.

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