Holocaust
Nazi-Opfer sollen in der Schweiz eine eigene Gedenkstätte erhalten

Geht es nach Ständerat und Bundesrat, dann erhält die Schweiz bald eine eigene Gedenkstätte für die Opfer des Nationalsozialismus. Dabei soll auch der Schweizer Widerstand beleuchtet werden.

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Das Denkmal für die ermordeten Juden Europas in Berlin.

Das Denkmal für die ermordeten Juden Europas in Berlin.

Keystone

Die Schweiz soll einen offiziellen Gedenkort für die Opfer des Nationalsozialismus erhalten. Der Ständerat hat am Dienstag eine Motion von Daniel Jositsch (SP/ZH) gutgeheissen. Auch der Bundesrat will eine solche Stätte schaffen. Dem Vergessen müsse mit «Bildung und Erinnerungsarbeit» entgegengewirkt werden, sagte Bundesrat Ignazio Cassis. Die Regierung sei bereit, «zusammen mit einer breit abgestützten Trägerschaft aktiv zur Realisierung dieses Gedenkortes beizutragen», so Cassis.

Nicht nur die Schweizer Opfer des Nazi-Regimes sollen dabei im Zentrum stehen, sondern auch die an der Schweizer Grenze Abgewiesenen. Ebenfalls beleuchtet werden soll dabei laut Motion die Rolle «der Schweizerinnen und Schweizer, die sich dem Nationalsozialismus beherzt entgegenstellten oder sich für Verfolgte einsetzten.» Das Geschäft geht nun an den Nationalrat. (mg)

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