Impfkampagne
Auch ohne weitere Vakzine: GDK-Präsident hält an Impfziel des Bundes fest

Bis im Sommer sollen sich alle impfen lassen können, die das möchten. Lukas Engelberger, Präsident der Gesundheitsdirektorenkonferenz, ist zuversichtlich.

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GDK-Präsident Lukas Engelberger glaubt, dass sich bis Sommer alle impfen lassen können, die das wollen.

GDK-Präsident Lukas Engelberger glaubt, dass sich bis Sommer alle impfen lassen können, die das wollen.

Keystone
(abi)

In einem Interview mit der «NZZ am Sonntag» äusserst sich GDK-Präsident Lukas Engelberger zur Impfkampagne. Er denke, dass sich bis im Sommer alle impfen lassen können, die das möchten, sagte er. «Wenn ich die in Aussicht gestellten Lieferungen addiere, kann der Impfstoff knapp reichen.»

Es würde laut Engelberger selbst dann reichen, wenn vorerst allein jene Vakzine berücksichtigt werden, die bereits heute verabreicht werden – also diejenigen von Pfizer-Biontech und Moderna. «Erhalten weitere Stoffe die Marktzulassung, werden wir komfortabler durchkommen.» Allerdings sei die Schweiz von den Herstellern abhängig. Diese müssten die zugesagte Menge an Dosen liefern.

Verzögerung wäre nicht schlimm

Der Bund spricht jeweils von Ende Juni. Engelberger will sich jedoch nicht auf einen Stichtag festlegen, «da wir weder die Zahl der Impfwilligen noch Lieferdaten und Mengen der Impfstoffe genau kennen». Es wäre aus seiner Sicht auch nicht schlimm, wenn sich die Impfungen ins zweite Semester hineinzögen, sagte er. «Vermutlich wird es ohnehin Personen geben, die sich erst dann impfen lassen wollen.»

Er betonte zudem, dass die Kantone für die Impfungen alles in allem parat seien.

«Wenn Impfstoff da ist, werden die Kantone in der Lage sein, ihn auch zu verabreichen.»

Momentan würde man nicht mehr Kanäle für die Verabreichung benötigen, sondern mehr Impfstoff. «Das wird auch noch einige Wochen so bleiben.»