Klimawandel
Nationalräte wollen mehr Geld für «klimafitte» Wälder

Der Klimawandel setzt dem Wald zu. Damit er gesund bleibt und so massgeblich zum Klimaschutz beitragen kann, fordert die Umweltkommission des Nationalrates mehr Geld für die Waldwirtschaft.

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Waldbesitzer sollen unterstützt werden, damit sie ihren Wald pflegen können.

Waldbesitzer sollen unterstützt werden, damit sie ihren Wald pflegen können.

Keystone

(abi) Klimawandel, Sturmschäden und Trockenheit hinterlassen ihre Spuren beim Wald. Viele Waldbesitzer könnten die zeitgerechte und flächendeckende Waldpflege nicht mehr gewährleisten, heisst es in der Motion «Sicherstellung der nachhaltigen Pflege und Nutzung des Waldes». Und da die privaten Waldbesitzer nicht mit Steuereinnahmen unterstützt werden, dürften die Wälder überaltern und anfällig werden, befürchtet der CVP-Nationalrat Daniel Fässler in seiner Motion. «Nur gesunde und nachhaltig genutzte Wälder können massgeblich zum Klimaschutz beitragen.»

Nun hat die Kommissionen für Umwelt, Raumplanung und Energie (Urek) des Nationalrats der Motion mit 22 zu 3 Stimmen deutlich zugestimmt, wie die Parlamentsdienste am Dienstag mitteilen. Die Motion verlangt vom Bundesrat rasche Massnahmen und entsprechende finanzielle Unterstützung für die Waldbewirtschaftung.

So sollen in einem ersten Schritt vom Bund zusätzliche 25 Millionen Franken pro Jahr ausgerichtet werden. Das Geld sei für die Bereiche Stabilitäts-Waldpflege, Sicherheitsholzschlag und klimaangepasste Waldverjüngung gedacht, wie es weiter heisst. Zudem habe die Kommission die Forderung der Motion ausgeweitet: Bei Bedarf sollen Nachtragskredite für das laufende Jahr bereitgestellt werden können.

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