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Crowdfunding gestartet: «Hauptstadt» will Medienvielfalt im Grossraum Bern sichern

Ein neues Medium für Bern: Mehrere Berner Medienschaffende haben am Dienstag ein Crowdfunding gestartet. Die «Hauptstadt» soll die Medienvielfalt sicherstellen.

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In Bern soll es im kommenden Jahr ein neues Medium geben.

In Bern soll es im kommenden Jahr ein neues Medium geben.

Keystone

Für die Stadt und den Grossraum Bern soll es im kommenden Jahr ein neues Medium mit dem Namen «Hauptstadt» geben. Dahinter steht eine 15-köpfige Gruppe von Medienschaffenden, die sich unter dem Arbeitsnamen «Neuer Berner Journalismus» (NBJ) vereint hat. Treibende Kräfte sind Lokaljournalist Jürg Steiner, Kulturjournalistin Marina Bolzli und Politikjournalist Joël Widmer. Am Dienstag startete das Crowdfunding. Es läuft bis am 19. November.

Erstes Ziel sind mindestens 1000 Erst-Abonnentinnen und-Abonnenten, die beispielsweise ein Jahresabo von 120 Franken kaufen. Dann erhalte das Projekt von Stiftungen eine Anschubfinanzierung, heisst es auf der Crowdfunding-Website. Um 9.30 Uhr war bereits rund ein Drittel der benötigten Abonnenten an Bord.

Lokales Onlineportal als Antwort auf Zusammenschluss

Das neue lokale Onlineportal «Hauptstadt» sei die nachhaltige Alternative zum Konzernjournalismus. Sie wolle über die Stadt und die Agglomeration berichten – werbefrei und ohne Klick-Journalismus. Neben einem Newsletter sind Recherchen, Reportagen und Kolumnen geplant. «Wir werden täglich präsent sein, versprechen aber nicht eine bestimmte Anzahl Artikel pro Tag.» Gleichzeitig versteht sich die «Hauptstadt» als «lokaljournalistisches Labor», in dem neue Ideen ausprobiert werden können.

Hintergrund des Projekts ist der Zusammenschluss der Redaktionen von «Berner Zeitung» und «Bund». Damit gebe es im Raum Bern neben der SRG nur noch eine gewichtige Medienstimme, schreibt NBJ. «Doch die lokale Demokratie braucht Medienvielfalt.» Ihre Lösung: die «Hauptstadt». (abi)

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