Pandemie
Oberster Kantonsarzt: Impfwoche lohnt sich «auf jeden Fall»

Ab Montag führen Bund und Kantone eine nationale Impfwoche durch. Die Anstrengungen hierfür würden sich lohnen, versichert der oberste Kantonsarzt Rudolf Hauri. Derweil steigen die Fallzahlen weiter an.

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Kantonsarzt Rudolf Hauri brach eine Lanze für die nationale Impfwoche von Bund und Kantonen. (Archivbild)

Kantonsarzt Rudolf Hauri brach eine Lanze für die nationale Impfwoche von Bund und Kantonen. (Archivbild)

Keystone

Die Vorbereitungen für die nationale Impfwoche vom 8. bis 14. November ist in den Kantonen angelaufen, wie Rudolf Hauri, Präsident der Vereinigung der Kantonsärztinnen und Kantonsärzte, am Dienstag vor den Medien sagte. Ob die Aktion Erfolg hat, zeigt sich erst im Nachhinein. Schliesslich zieht laut einer jüngsten Umfrage nur ein Viertel der Ungeimpften einen Pieks noch in Betracht. Hauri ist dennoch überzeugt: «Diese Anstrengung lohnt sich auf jeden Fall.» Jede zusätzliche Impfung gebe etwas mehr Zuversicht für den Ausgang der Pandemie.

Virginie Masserey vom Bundesamt für Gesundheit (BAG) unterstrich, dass seit zwei Wochen die Zahl der Infektionen wieder steige. «Angesichts des kalten Wetters ist dies nicht erstaunlich», so die Leiterin der Sektion Infektionskontrolle. Bei den Hospitalisierungen sei noch keine deutliche Erhöhung festzustellen. Aber: «Es gibt immer einen Verzug zwischen den Infektionen und den Hospitalisierungen.»

Trotz Impfdurchbrüche: Geimpfte sind immer noch besser geschützt

Die Corona-Experten betonten abermals, dass die Impfung effizient vor schweren Erkrankungen schütze. Dazu führte Masserey folgende Zahlen auf: In der Woche vom 18. bis 25. Oktober mussten in der Altersgruppe der über 80-jährigen 45 Personen im Spital behandelt werden. Davon seien 25 Personen geimpft und 20 Personen ungeimpft gewesen. Das scheine zwar viel, doch im Vergleich zur Gesamtbevölkerung ergebe sich ein anderes Bild, so Masserey.

So sind gemäss dem BAG insgesamt 400'000 Personen der über 80-jährigen geimpft, 50'000 Personen ungeimpft. Mit Blick auf die oben genannten Hospitalisationen zieht Masserey folgenden Schluss: «Die Inzidenz der Hospitalisierten bei den Geimpften ist sechsmal niedriger als bei den Nichtgeimpften.» Bei der Gruppe der 60- bis 69-Jährigen sei die Inzidenz gar dreizehnmal niedriger. (dpo)

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