Radioaktive Abfälle
Mögliches Tiefenlager: Im Gebiet Nördlich Lägern kann gebohrt werden

Bewilligung erteilt: Die Nagra kann im Gebiet Nördlich Lägern eine weitere Sondierbohrung durchführen. Damit sind alle Gesuche behandelt.

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Die Nagra kann in der Gemeinde Bachs eine weitere Sondierbohrung durchführen. (Symbolbild)

Die Nagra kann in der Gemeinde Bachs eine weitere Sondierbohrung durchführen. (Symbolbild)

Keystone

Das Eidgenössische Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (Uvek) hat Ende April die letzte Sondierbohrung bewilligt. Das teilte das Uvek am Donnerstag mit. Die Bewilligung betrifft das Standortgebiet Nördlich Lägern in der Gemeinde Bachs (ZH). Die Nationale Genossenschaft für die Lagerung radioaktiver Abfälle (Nagra) will damit untersuchen, ob sich das Gebiet für ein geologisches Tiefenlager eignet.

Die Nagra hat insgesamt 24 Gesuche eingereicht und später zwei zurückgezogen. Das Uvek hat seit August 2018 insgesamt 22 Bewilligungen für Sondierbohrungen erteilt, 21 davon sind bereits rechtskräftig. Damit seien alle Gesuche bearbeitet, wie es weiter heisst. Insgesamt gingen über 700 Einsprachen zu den Gesuchen ein. Wie viele der bewilligten Sondierbohrungen tatsächlich gemacht werden, ist offen. Die Nagra habe stets betont, je nach Erkundungsfortschritt nicht alle Bohrungen durchzuführen.

Die Genossenschaft untersucht seit 2019 mittels der Bohrungen den geologischen Untergrund genauer. Im kommenden Jahr will sie dann bekannt geben, für welche Standortgebiete sie Rahmenbewilligungsgesuche für den Bau von geologischen Tiefenlagern ausarbeiten wird. Darin sollen hochradioaktive Abfälle, schwach- und mittelradioaktive Abfälle oder beide zusammen gelagert werden. Mögliche Standorte befinden sich in den Regionen Jura Ost, Nördlich Lägern und Zürich Nordost. (abi)

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