Rekord
SRG-Ombudsstelle: Corona treibt die Anzahl Beanstandungen in die Höhe

2020 gingen bei der Ombudsstelle der SRG doppelt so viele Beanstandungen ein wie im Vorjahr. Grund ist die Corona-Berichterstattung und eine «Arena»-Sendung zum Thema Rassismus.

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Die Anzahl Beanstandungen schnellte im letzten Jahr in die Höhe. (Symbolbild)

Die Anzahl Beanstandungen schnellte im letzten Jahr in die Höhe. (Symbolbild)

Keystone

(agl) Letztes Jahr befasste sich die Ombudsstelle der SRG Deutschschweiz mit 1161 Beanstandungen. Ein Drittel davon betraf die Corona-Berichterstattung, wie es in einer Mitteilung vom Montag heisst. Diese sei einseitig gewesen, wobei die Kritik sowohl Einseitigkeit zugunsten von Regierung und Wissenschaftern, als auch zugunsten von Skeptikerinnen und Skeptikern beanstandete. Überdurchschnittlich oft habe es die Ombudsstelle mit Beanstandungen zu tun gehabt, die sich gegen «kritische Berichte über Verschwörungstheoretiker und -theoretikerinnen» wehrten, wie die SRG weiter schreibt.

Bei 71 Prozent der umstrittenen Sendungen hat die Ombudsstelle die Beanstandungen nicht unterstützt. Rund ein Viertel der Beanstandenden erhielt teilweise recht, drei Prozent vollständig. Die meisten Beanstandungen erhielt laut Mitteilung die «Arena»-Sendung vom 12. Juni mit dem Titel «Jetzt reden wir Schwarzen». Die Sendung zum Thema Rassismus sorgte nach der Ausstrahlung für massive Kritik, unter anderem, weil in der Hauptrunde nur eine einzige Schwarze Person zugegen war. Die Ombudsstelle kam in ihrem Bericht zum Schluss, dass die Sendung nicht sachgerecht war.