Westafrika
Schweizer Staatsbürger im Südwesten Nigerias entführt

Bei einem bewaffneten Überfall im westafrikanischen Nigeria ist ein Schweizer Staatsbürger entführt worden. Das Schweizer Aussendepartement steht mit den lokalen Behörden in Kontakt.

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Bewaffnete Überfälle und Entführungen sind in dem westafrikanischen Land häufig.

Bewaffnete Überfälle und Entführungen sind in dem westafrikanischen Land häufig.

Keystone

Bei einem bewaffneten Überfall im westafrikanischen Nigeria ist ein Schweizer Staatsbürger entführt worden. Der Mann habe am Samstagabend als Teil einer kleinen Gruppe eine Viehzuchtanlage im südwestlichen Ogun Staat besucht, sagte der Polizeisprecher Oguns, Abimbola Oyeyemi, der Deutschen Presse-Agentur (DPA) am Sonntag. Die Gruppe sei von unbekannten Tätern auf einer Landstrasse angegriffen worden.

Der Schweizer wurde demnach gemeinsam mit einem nigerianischen Mann gekidnappt. Bei einem Schusswechsel mit den Tätern sei ausserdem ein unidentifizierter nigerianischer Mann erschossen worden, so Oyeyemi. Details, warum der Schweizer sich in Nigeria aufhielt, waren zunächst nicht bekannt.

EDA mit lokalen Behörden in Kontakt

Das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) bestätigt auf Anfrage von CH Media den Vorfall. Laut einem Departements-Sprecher handelt es sich beim zweiten entführten Mann um den Fahrer des Schweizers. Das EDA und die Schweizer Botschaft in Abuja stehe in Kontakt mit den lokalen Behörden und koordiniere die Aktivitäten mit den zuständigen Stellen. Aus Gründen des Persönlichkeitsschutzes macht das Departement keine weiteren Angaben.

Entführungen kommen im bevölkerungsreichsten Land Afrikas häufig vor. Dahinter stecken sowohl islamistische Terroristengruppen, wie Boko Haram, als auch kriminelle Banden, die Lösegeld erpressen wollen. Das EDA weist zudem auf seinen Reisebericht hin, welcher auf das Risiko von politisch oder kriminell motivierten Entführungen im ganzen Land aufmerksam mache. (dpa/agl)

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