Statistik
Schweizer Fruchtbarkeitsrate lag 2019 unter dem europäischen Durchschnitt

In der Europäischen Union lag die Fertilitätsrate 2019 durchschnittlich bei 1,53 Kindern pro Frau. Die Schweiz liegt mit 1,48 Geburten leicht unter diesem Wert.

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Frankreich hat die höchste Geburtenzahl pro Frau in Europa, Spanien die tiefste. (Symbolbild)

Frankreich hat die höchste Geburtenzahl pro Frau in Europa, Spanien die tiefste. (Symbolbild)

Keystone

(agl) Seit 2008 folgt die durchschnittliche Fertilitätsrate in der EU einem rückläufigen Trend. Diese bezeichnet die durchschnittliche Anzahl Kinder, die eine Frau in ihrem Leben gebärt, wenn die heutige altersspezifische Geburtenrate konstant bleibt. Nachdem es von 2013 bis 2016 eine leichte Erholung gab, geht die Fruchtbarkeitsrate seit 2017 wieder kontinuierlich zurück. Gemäss neuen Zahlen des statistischen Amts der Europäischen Union, die am Mittwoch publiziert wurden, wurden 2019 in der EU 4,17 Millionen Kinder geboren, die Fertilitätsrate betrug 1,53 Kinder pro Frau.

Wie bereits in den Vorjahren liegt die Schweiz mit 1,48 Geburten auch 2019 leicht unter dem Wert der EU. An der europäischen Spitze bei der Fertilitätsrate lag Frankreich mit einem Durchschnitt von 1,86, gefolgt von Rumänien und Tschechien. Auch Nachbarland Deutschland liegt vor der Schweiz, mit 1,54 Geburten. Am anderen Ende der Skala stehen Italien und Spanien mit weniger als 1,3 Kindern pro Frau.

In der Schweiz lag die durchschnittliche Anzahl Geburten pro Frau seit 2010 stabil über 1,5. 2019 kommt sie mit 1,48 erstmals seit 2008 wieder unter dem Wert zu liegen. Der tiefste Wert in den letzten 20 Jahren wurde 2001 mit 1,38 Kindern pro Frau gemessen.