Strom
Schweiz verbraucht wegen Coronapandemie weniger Strom

Während der Coronapandemie hat die Schweizer Bevölkerung weniger Strom gebraucht. Der Stromverbrauch ging um 2,6 Prozent auf 55,7 Milliarden Kilowattstunden zurück.

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Wasserkraftwerke steuern über 58 Prozent zur Schweizer Elektrizitätsproduktion bei.

Wasserkraftwerke steuern über 58 Prozent zur Schweizer Elektrizitätsproduktion bei.

Keystone

(abi) Der Rückgang entspricht ungefähr dem Jahresverbrauch von knapp 300'000 Haushalten, wie das Bundesamt für Energie (BFE) am Freitag mitteilte. Der Landesverbrauch lag 2020 noch bei 59,9 Milliarden Kilowattstunden (kWh). Nach Abzug der Übertragungs- und Verteilverluste von 4,2 Milliarden kWh ergibt sich daraus ein Stromverbrauch von 55,7 Milliarden kWh.

Als Grund für den Rückgang gibt das BFE die Auswirkungen des Lockdowns an. Zudem hätten sich auch die Wirtschaftsentwicklung, Effizienzsteigerungen sowie die Witterung verbrauchssenkend ausgewirkt. So haben gemäss BFE die Heizgradtage gegenüber dem Vorjahr um 4,4 Prozent abgenommen. In der Schweiz werden rund 10 Prozent des Stromverbrauchs für das Heizen verwendet.

Weniger Strom produziert

Abgenommen hat auch die Elektrizitätsproduktion. Sie sank um 2,7 Prozent auf 69,9 Milliarden kWh. Die Wasserkraftanlagen produzierten dabei 0,1 Prozent mehr Elektrizität als im Vorjahr, wie es weiter heisst. Rückläufig war dagegen die Stromproduktion der schweizerischen Kernkraftwerke, die um 9,1 Prozent abgenommen hat. Zur gesamten Elektrizitätsproduktion steuern Wasserkraftwerke 58,1 Prozent, Kernkraftwerke 32,9 Prozent und konventionell-thermische und erneuerbare Anlagen 9 Prozent bei.

Ausserdem verzeichnete das BFE bei Importen von 27 Milliarden kWh und Exporten von 32,6 kWh einen Exportüberschuss von 5,6 kWh. Das ist etwas weniger als 2019, als es einen Überschuss von 6,3 Milliarden kWh gab. Der Erlös aus den Stromexporten betrug 1,5 Milliarden Franken.

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