Tag der Kranken
Bundespräsident Parmelin wünscht der Schweiz «Optimismus und Offenheit»

In seiner Rede zum diesjährigen Tag der Kranken sprach Bundespräsident Guy Parmelin über die Herausforderungen im Zusammenhang mit Coronapandemie.

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Sprach in seiner Rede von einer belastenden Isolation: SVP-Bundesrat Guy Parmelin.

Sprach in seiner Rede von einer belastenden Isolation: SVP-Bundesrat Guy Parmelin.

Keystone

(mg/sat) Zum Tag der Kranken hat Bundespräsident Guy Parmelin am Sonntag in einer Rede an die Opfer der Coronapandemie erinnert. «Viele haben eine Angehörige oder einen lieben Freund verloren. Ihnen möchte ich von Herzen mein Mitgefühl aussprechen», sagte Parmelin. Und der Bundespräsident betonte in der Rede, die im Radio und am Fernsehen ausgestrahlt wurde, dass dies «die grösste gesellschaftliche Herausforderung seit dem Zweiten Weltkrieg» sei.

Guy Parmelin sprach in seiner Rede allerdings nicht nur über die gesundheitlichen Folgen, sondern auch darüber, was die Pandemie mit unserer Gesellschaft macht: «Die Krise gefährdet zahlreiche berufliche und private Vorhaben und drängt uns in eine Isolation, die belastend ist», sagte der Bundespräsident.

«Optimismus, Offenheit und Verantwortungsbewusstsein»

Das Coronavirus habe aufgezeigt, dass wir «als Gesellschaft angreifbar sind», so Guy Parmelin. Darum unternimmt der Bundesrat laut seinem Präsidenten alles, was es braucht, «damit wir als Gesellschaft stark bleiben». Und auch wenn es mittlerweile Impfstoffe und Medikamente gegen das Virus gebe, so seien auch Mittel wichtig, die kein Doktor verabreichen könne: «Optimismus, Offenheit und Verantwortungsbewusstsein.» Seine Rede schloss Bundespräsident Parmelin mit der Mahnung, dass wir gut zu uns selber und gut zueinander schauen sollen.

Im vergangenen Jahr hielt Simonetta Sommaruga die entsprechende Rede zum «Tag der Kranken». Damals war die Bedrohung durch das Virus noch nicht in seiner ganzen Breite abschätzbar. Ziemlich aktuell wirkt dagegen auch heute noch der Satz der damaligen Bundespräsidentin, sie sei beeindruckt «wie viele Menschen schwierige Situationen mit Mut und mit Zuversicht meistern».

Der erste Coronafall in der Schweiz datiert vom 25. Februar des letzten Jahres. Er trat im Tessin auf. Der erste Todesfall in Zusammenhang mit einer Coronainfektion in der Schweiz wurde am 5. März 2020 von den Behörden vermeldet. Es handelte sich dabei um eine 74-jährige Frau im Kanton Waadt mit Vorerkrankungen. Beide hatten sich vermutlich in Italien mit dem Virus angesteckt.

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