Tierseuchen
Bundesrat will schweizweites Vorgehen gegen die Moderhinke

Ab 2024 startet ein schweizweites Programm zur Bekämpfung der Moderhinke. Die Krankheit ist für die Tiere sehr schmerzhaft und hat für die Tierhalter finanzielle Belastungen zur Folge.

Drucken
Bundesrat will mehr Prävention: Tierseuchenübung auf einem Schweizer Bauernhof. (Symbolbild)

Bundesrat will mehr Prävention: Tierseuchenübung auf einem Schweizer Bauernhof. (Symbolbild)

Boris Bürgisser

(wap) Die Moderhinke ist in der Schweiz weit verbreitet: Jede sechste Schaf ist betroffen. Nun will der Bundesrat die Anstrengungen zur Bekämpfung der Tierseuche national koordinieren. Er habe die Moderhinke deshalb als «zu bekämpfende Seuche» in die Tierseuchenverordnung aufgenommen, teilte er am Mittwoch mit. Das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) habe ein entsprechendes Programm erarbeitet. Dieses soll fünf Jahre dauern und im Oktober 2024 anlaufen. Damit bleibt genügend Zeit für eine gründliche Vorbereitung.

Ziel sei es, dass die Moderhinke nur noch in weniger als einem Prozent der Schafhaltungen vorkomme. Die Tierhalter müssen sich mit maximal 90 Franken pro Jahr und Schafherde an den Kosten beteiligen. Die Moderhinke verursacht bei Schafen und Wiederkäuern eine eitrige Entzündung der Klauen, die für die Tiere sehr schmerzhaft ist. Für die Tierhalter resultieren aus dem Befall wegen des schlechten Zustands der Tiere wirtschaftliche Einbussen.

Weiter will der Bundesrat Tierseuchen generell besser vorbeugen. So müssen Geflügelbetriebe ihre Bestände häufiger auf Salmonellen untersuchen, und bestimmte Aquakulturbetriebe werden intensiver kontrolliert.

Aktuelle Nachrichten