Umweltschutz
Nach Nein zu CO2-Gesetz: Schweiz fällt in internationalem Klimarating zurück

Nach dem Scheitern des neuen CO2-Gesetzes büsst die Schweiz im jüngsten Klimaschutz-Index einen Platz ein. Schlecht schneidet sie in der Kategorie Klimapolitik ab.

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Geht es nach dem jüngsten Klimaschutz-Index, tut die Schweiz zu wenig – wie auch diese Klimaschützenden auf einer Demo in Basel finden.

Geht es nach dem jüngsten Klimaschutz-Index, tut die Schweiz zu wenig – wie auch diese Klimaschützenden auf einer Demo in Basel finden.

Keystone

Im jüngsten Klimaschutz-Index belegt die Schweiz den 15. Rang von 61 bewerteten Ländern. Das ist ein Platz schlechter als im Vorjahr. Einen Einbruch erfährt die Schweiz dabei in der Kategorie nationaler/internationaler Klimapolitik: Hier wird sie von den deutschen Umweltschutzorganisationen Germanwatch und NewClimate Institute vom 23. auf den 51. Rang zurückgestuft. Grund dafür ist das überraschende und knappe Volksnein im Juni zum neuen nationalen CO2-Gesetz, wie die Umweltorganisationen WWF Schweiz und Greenpeace Schweiz am Dienstag in Mitteilungen schreiben.

«Der Beitrag der Schweiz zur Erhaltung eines stabilen Klimas ist derzeit praktisch gleich null», wird Patrick Hofstetter zitiert. Für den WWF-Experten muss die Schweiz als reiches Land jedoch mehr tun. Doch fehlt dem Land laut WWF und Greenpeace derzeit ein Plan, wie es seinen internationalen Verpflichtungen im Klimaschutz nachkommen kann.

Länder sind laut Greenpeace planlos

Laut Greenpeace-Experte Gerog Klingler zeigt der jüngste Klimaschutz-Index generell auf, dass kein Land der Welt derzeit einen Plan hat, um die angestrebte globale Erderwärmung auf 1,5 Grad zu beschränken. Entsprechend bleiben in dem Klimarating auch diesmal die ersten drei Ränge unbesetzt. Auf den Plätzen 4 bis 6 stehen Dänemark, Schweden und Norwegen. Laut WWF geht dies zurück auf Fortschritte bei den Erneuerbaren und einer guter Klimapolitik in den nordeuropäischen Ländern.

Der Klimaschutz-Index von Germanwatch und NewClimate Institute bewertet jährlich die Fortschritte im Bereich Klimaschutz der 61 grössten Emittenten. Diese Länder machen laut dem Bericht zusammen 92 Prozente der Treibhausgasemissionen aus. Die Bewertung erfolgt jeweils in vier Kategorien: Treibhausgasemissionen, Erneuerbare Energien, Energienutzung und nationale/internationale Klimapolitik. (sat)

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