Analyse
Studierende arbeiten im Schnitt 10 Stunden nebenher

73 Prozent der Schweizer Studierenden arbeiten in ihrer Freizeit für Geld. Dennoch sind die meisten auf die Eltern angewiesen. Je höher deren Schulabschluss ist, desto mehr Geld fliesst an den Nachwuchs.

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Ohne Nebenjob und Geld von den Eltern kann in der Schweiz kaum jemand studieren. (Symbolbild)

Ohne Nebenjob und Geld von den Eltern kann in der Schweiz kaum jemand studieren. (Symbolbild)

Keystone

(wap) Das Bundesamt für Statistik (BFS) hat die Studien- und Lebensbedingungen an den Schweizer Hochschulen im Jahr 2020 untersucht. Die am Dienstag veröffentlichten Zahlen zeigen, dass ein Grossteil der Studierenden sowohl auf Geld von den Eltern als auch auf Nebenjobs angewiesen ist, um während dem Studium über die Runden zu kommen.

73 Prozent der Studierenden haben einen Nebenjob, im Schnitt wenden die Studierenden dabei 9,7 Stunden pro Woche für die Erwerbsarbeit auf. Für das Studium selbst brauchen die Studierenden im Schnitt 35,4 Stunden. Dabei steigt die Arbeitsbelastung im Laufe der Jahre an: Während Studierende unter 20 Jahren im Schnitt 48,4 Stunden pro Woche arbeiten, kommen jene über 35 Jahren auf 60,8 Stunden. Im Schnitt arbeiten die Studierenden laut BFS 52 Stunden pro Woche, wobei in diesen Zahlen Haus- und Familienarbeit sowie ehrenamtliche Tätigkeiten mitgerechnet sind.

Das so verdiente Geld mache im Schnitt rund 39 Prozent der monatlichen Aufwendungen der Studierenden aus. Mehr als die Hälfte ihrer Ausgaben bestreiten die Schweizer Studierenden im Durchschnitt aus Zuwendungen von ihren Eltern. Vier von zehn Studierenden wohnen auch im Elternhaus. Dabei zeigt sich, dass der gesellschaftliche Stand der Eltern eine Rolle spielt: Wo mindestens ein Elternteil selbst einen Hochschulabschluss hat, trägt die Familie rund zwei Drittel der Ausgaben der Studierenden. Haben die Eltern keinen Hochschulabschluss, machen ihre Zuwendungen weniger als die Hälfte des Studierendenbudgets aus.

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