Verkehr
Nationalrat will strengere Regeln für den alpenquerenden Transitverkehr

Grenzüberschreitende LKWs und Cars müssen künftig verbindlich mit den neusten Assistenzsystemen ausgerüstet sein. Das hat der Nationalrat beschlossen.

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LKWs, die durch die Alpen fahren, müssen künftig technischer besser ausgerüstet sein.

LKWs, die durch die Alpen fahren, müssen künftig technischer besser ausgerüstet sein.

Fährt künftig ein Lastwagen von Norden nach Süden durch die Alpen, dann muss er mit unfallvermindernden Assistenzsysteme ausgerüstet sein. Das hat der Nationalrat am Donnerstag so beschlossen. So soll die Verkehrssicherheit verbessert werden. Die Vorlage gründet auf einer Standesinitiative des Kanton Tessin. Die grenzüberschreitenden LKWs und Cars müssen spätestens fünf Jahre nachdem die Assistenzsysteme bei der Typenzulassung oder der Fahrzeugprüfung für obligatorisch erklärt wurden, auch damit nachgerüstet werden.

Mit 112 zu 77 Stimmen wurde die Gesetzesänderung angenommen. Auf der rechten Ratsseite stiessen die neuen Regeln auf Ablehnung. In ihren Augen ist der gesetzliche Handlungsbedarf ungenügend begründet und die Nachrüstung von Fahrzeugen wäre für das Transportgewerbe aus technischer und wirtschaftlicher Sicht kaum verhältnismässig. Der Bundesrat war anderer Meinung und hatte die Annahme der Änderungen beantragt.

Erfreut zeigt sich auch der Verkehrsclub der Schweiz (VCS). «Der Entscheid des Nationalrats ist enorm wichtig, damit Menschenleben gerettet werden können», lässt sich Nationalrat und VCS-Vizepräsident Bruno Storni in der Mitteilung zitieren. Erfreut zeigte sich auch die Alpen-Initiative. Die Vorlage erhöhe «die Verkehrssicherheit auf den Alpentransitstrassen für alle Verkehrsteilnehmenden». Das Geschäft geht an den Ständerat.

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