Verstimmungen
Treffen zwischen Parmelin und Macron geplatzt

Im November wollte Bundespräsident Guy Parmelin in Paris den französischen Präsidenten Emmanuel Macron treffen. In Bern beschwichtigt man aber: Das Treffen sei nur «angedacht» gewesen.

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Emmanuel Macron, hier 2018 mit Alain Berset, will derzeit keinen Besuch vom Schweizer Bundespräsidenten.

Emmanuel Macron, hier 2018 mit Alain Berset, will derzeit keinen Besuch vom Schweizer Bundespräsidenten.

Keystone

Ein geplantes Treffen zwischen dem französischen Staatspräsidenten Emmanuel Marcon und dem Schweizer Bundespräsidenten Guy Parmelin findet nicht statt. Eine Sprecherin des Eidgenössisches Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) bestätigt einen Artikel der «Sonntagszeitung». Allerdings, so die Sprecherin, handle es sich nicht um eine Absage, da das Treffen nur «angedacht» nicht aber «bestätigt» war. Angedacht wäre es demnach auf November gewesen.

Warum es nun nicht zum Treffen kommt, dazu äussert sich die Sprecherin nicht. Die «Sonntagszeitung» schreibt, die bundesrätliche Typenwahl beim Kampfflugzeug habe den Ausschlag gegeben. Die Schweiz hat sich dabei für den F-35 des amerikanischen Herstellers Lockheed Martin entschieden. Ebenfalls im Rennen war der Rafale der französischen Firma Dassault.

Die «Sonntagszeitung» schreibt weiter, dass Frankreich deswegen nun nicht nur Parmelin nicht empfangen wolle, sondern auch «bis im kommenden Sommer keine hochrangigen bilateralen Kontakte mit Bundesbern mehr zulassen will». Auf Anfrage heisst es beim EDA dazu äusserst diplomatisch: «Die Kontakte mit unseren Nachbarländern finden auf verschiedenen Ebenen statt, in erster Linie auf der Arbeitsebene sowie über unsere Botschaften. Diese laufen unabhängig von der Besuchsdiplomatie auf der obersten Ebene weiter. » (mg)

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