Wähleranteile
Zwei Jahre nach den Wahlen: SVP legt wieder zu, Machtkampf bei Grünen, FDP und Die Mitte

Die erste Hälfte der aktuellen Legislatur ist vorbei. Eine neue Umfrage zeigt, welche Parteien profitieren konnten und welche nicht. Insbesondere beim Kampf um den dritten Platz in der Rangfolge dürfte es spannend werden.

Alice Guldimann
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Das Forschungsinstitut Sotomo hat die Stimmung bei den Wählerinnen und Wählern zur Legislatur-Halbzeit abgefragt. (Symbolbild)

Das Forschungsinstitut Sotomo hat die Stimmung bei den Wählerinnen und Wählern zur Legislatur-Halbzeit abgefragt. (Symbolbild)

Keystone

Am 20. Oktober vor zwei Jahren hat die Schweiz ein neues Parlament gewählt. Zur Legislatur-Halbzeit veröffentlichte das Forschungsinstitut Sotomo am Freitag das neuste SRG Wahlbarometer. Es zeigt die aktuelle Wahlabsicht von 28'000 Schweizerinnen und Schweizern. Trotz der Coronapandemie zeigten sich dabei «sehr stabile Verhältnisse», wie es im Studienbericht heisst.

Die SVP steht gemäss dem aktuellen Wahlbarometer weiterhin an der Spitze. Sie konnte sich laut Sotomo aus ihrem Tief herausmanövrieren und vereint in der jüngsten Umfrage 26,6 Prozent der Wählerstimmen auf sich. Verglichen mit den Nationalratswahlen 2019 verbessert sie sich damit um einen Prozentpunkt, verglichen mit der Sotomo-Umfrage vom letzten Jahr machte sie gar 2,5 Prozentpunkte gut. Verschiedene Entwicklungen wie die CO2-Gesetz-Abstimmung, das Scheitern des Rahmenabkommens sowie die Haltung in der Pandemiepolitik hätten die Partei offenbar wieder stärker in den Fokus der Wählenden gerückt, heisst es im Bericht.

Grüne bleiben gleich, GLP legt zu

Auf Platz zwei bei den Wähleranteilen steht weiterhin die SP. Sie verliert verglichen mit den letzten Wahlen zwar einen Prozentpunkt, liegt aber mit 15,8 Prozent weiterhin relativ deutlich vor FDP, Die Mitte und Grünen. Die drei Parteien liefern sich gemäss der jüngsten Umfrage ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Knapp vorne liegt aktuell die FDP mit 13,6 Prozent der Wählerstimmen. Sie verliert im Vergleich zu den Wahlen 2019 allerdings 1,5 Prozentpunkte.

Die Mitte, die damals noch nicht zusammengeschlossen war, erreicht gemäss Sotomo-Bericht 13,3 Prozent. Das sind 0,5 Prozentpunkte weniger als die Summe der Wähleranteile ihrer Herkunftsparteien CVP und BDP. Nur 0,1 Prozentpunkte dahinter folgen bereits die Grünen. Ihr Wähleranteil bleibt in der jüngsten Umfrage stabil. Zulegen konnte derweil die GLP, die mit 9,8 Prozent Wähleranteil im Wahlbarometer ihr Ergebnis von 2019 um 2 Prozentpunkte übertrifft.

Klimawandel, Pandemie und Altersvorsorge beschäftigen

Der Klimawandel ist das Thema, welches die Wählerinnen und Wähler am stärksten beschäftigt. Mit 44 Prozent der Befragten ist er mit Abstand die am häufigsten genannte Herausforderung. Für 33 Prozent ist das Thema relevant für den Wahlentscheid. Top zwei der Herausforderungen für die Schweiz ist gemäss der Sotomo-Umfrage die Pandemiebekämpfung mit 32 Prozent. 14 Prozent machen ihren Wahlentscheid davon abhängig. Knapp dahinter folgt an dritter Stelle die Altersvorsorge.

Die Befragungen für das neue Wahlbarometer fanden zwischen dem 29. September und dem 3. Oktober statt. Die Angaben von 27‘976 Stimmberechtigten wurden für die Auswertung verwendet.

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