Regierungswahlen in Fribourg
Grüne Kandidatin setzt grosses Ausrufezeichen – und landet auf Anhieb auf dem zweiten Platz

Die Linken im Kanton Fribourg landen einen Etappensieg und können auf einen Sitzgewinn in der Regierung hoffen. Dies auf Kosten der Mitte-Partei.

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Sylvie Bonvin-Sansonnens hatte am Sonntag allen Grund zum Jubeln.

Sylvie Bonvin-Sansonnens hatte am Sonntag allen Grund zum Jubeln.

Keystone

Im ersten Wahlgang für den Staatsrat im Kanton Fribourg erreichte keine Kandidatin und kein Kandidat das absolute Mehr. Ein grosses Ausrufezeichen setzte aber Sylvie Bonvin-Sansonnens. Die Kandidatin der Grünen schaffte auf Anhieb das zweitbeste Ergebnis – ihre Partei ist derzeit in der Regierung nicht vertreten. Vor ihr liegt einzig Jean-François Steiert (bisher/SP). Auf dem dritten Platz landete Didier Castella (bisher/FDP), gefolgt von Valérie Piller Carrard (neu/SP).

Kein guter Tag war es für die Kandierenden der Mitte-Partei. Nur gerade einer von ihnen schaffte es unter die ersten sieben Plätze: Olivier Curty (bisher) erreichte das fünftbeste Resultat. Sein Parteikollegen Jean-Pierre Siggen (bisher) landete auf dem 9. Rang und Luana Menoud-Baldi, die den dritten Sitz für die Mitte halten will, liegt mit deutlichem Abstand auf dem 10. Platz.

Damit könnte Bewegung in die aktuelle Verteilung in der siebenköpfigen Regierung kommen. Für den dritten Sitz der Mitte könnte es eng werden. Die FDP und SP könnten, Stand heute, ihre jeweiligen Doppelvertretungen halten. Weiterhin nicht in der Regierung vertreten dürfte die SVP sein: Ihre Kandidierenden landeten auf den Rängen 11 bis 14. Noch ist allerdings unklar, wer im zweiten Wahlgang antritt und ob es zu allfälligen gemeinsamen Listen kommt – im ersten Wahlgang setzte nur das linke Lager auf ein gemeinsames Ticket. (mg)

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