Todesfall
Schweizer Lyriker Philippe Jaccottet 95-jährig gestorben

Der Schriftsteller und Lyriker Philippe Jaccottet ist im Alter von 95 Jahren verstorben. Der gebürtige Schweizer lebte zuletzt in der südfranzösischen Gemeinde Grignan.

Drucken
Teilen
Jaccottet starb in seiner langjährigen französischen Wohngemeinde Grignan.

Jaccottet starb in seiner langjährigen französischen Wohngemeinde Grignan.

Keystone

(agl) Jaccottets Heimatkanton Waadt bestätigt den Tod des Lyrikers in einer Mitteilung vom Donnerstag. Er war einer der wenigen, die bereits zu Lebzeiten in die prestigeträchtige Bibliothèque de la Pléiade des Gallimard Verlags aufgenommen wurden. Jaccottets Werk umfasst Gedichtsammlungen sowie Prosabücher, es wurde in mehrere Sprachen übersetzt. Als Übersetzer gab er zudem Autoren wie Thomas Mann, Robert Musil und Rilke eine Stimme.

Philippe Jaccottet wurde im Jahr 1925 in Moudon geboren, später studierte er an der Universität Lausanne, wie der Kanton Waadt in seiner Mitteilung schreibt. 1946 wurde er dank des Verlegers Henry-Louis Mermod in Pariser Literaturkreise eingeführt, 1953 liess er sich in Grignan nieder. Jaccottets literarisches Werk befindet sich in der Kantons- und Universitätsbibliothek Lausanne. Man habe immer darauf geachtet, seine Manuskripte zu erwerben, schreibt der Kanton. Die Sammlung sei Ende 2020 durch eine Schenkung des Dichters selbst wesentlich ergänzt worden.

Der Tod von Philipe Jaccottet stellt einen immensen Verlust für den Kanton Waadt, wie auch für das Schweizer Literaturschaffen dar, schliesst der Kanton seine Mitteilung.

Aktuelle Nachrichten