Ukraine-Krieg
Schweiz will gefährdete Kulturgüter aus Ukraine in Sicherheit bringen

Der Bund spricht finanzielle Hilfen, um gefährdete Kulturgüter in der Ukraine vor dem Krieg zu schützen. Einige davon sollen vorübergehend in die Schweiz in Sicherheit gebracht werden.

Drucken
Ein Altarbild aus dem «Andrey Sheptytsky National Museum» in Lemberg wird ins Magazin getragen.

Ein Altarbild aus dem «Andrey Sheptytsky National Museum» in Lemberg wird ins Magazin getragen.

Keystone

Der Angriffskrieg Russlands vernichtet nicht nur Menschenleben, sondern zerstört auch ukrainische Kulturgüter und -stätten. Audrey Azoulay, die Generaldirektorin der Organisation der Vereinten Nationen für Erziehung, Wissenschaft und Kultur (UNESCO), hat deshalb bereits Anfang März zum «Schutz des ukrainischen Kulturerbes» aufgerufen.

Dem will die Schweiz Folge leisten: Der Bund spricht 750’000 Franken für den Erhalt des kulturellen Erbes in der Ukraine, wie das Bundesamt für Kultur (BAK) am Dienstag mitteilte. Mit dem Geld sollen gefährdete Kulturgüter aus der Ukraine vorübergehend in die Schweiz in Sicherheit gebracht und hier konservatorisch betreuet werden. Gesuche für entsprechende Projekte können ab Dienstag eingereicht werden.

Das BAK unterstützt laut eigenen Angaben zudem internationale Organisationen, Institutionen oder Private, welche die Zerstörung oder den Diebstahl von beweglichen Kulturgütern zu verhindern versuchen. Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz verfüge über einen internationalen Bergungsort – einen sogenannten «Safe Haven» – für bedrohte Kulturgüter. Auf Ersuchen der ukrainischen Regierung könnte dieser beansprucht werden, teilt das BAK weiter mit. (dpo)

Aktuelle Nachrichten