Biodiversität
In Zürich flattern mehr Fledermäuse als in anderen europäischen Städten

Nachtaktive Tiere wie Fledermäuse und Insekten halten sich Nachts gerne in Städten auf, doch die Lichtverschmutzung macht ihnen zu schaffen. Dies belegt eine neue Studie der WSL.

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Fledermäuse nisten sich auch gerne in Städten ein.

Fledermäuse nisten sich auch gerne in Städten ein.

Keystone

(keg) Im Sommer flattern die kleinen Fledermäuse schon in den späten Abendstunden um die Häuser und erheitern auch die Gemüter von Stadtmenschen. In der Stadt Zürich gibt es im internationalen Vergleich eine hohe Vielfalt an nachtaktiven Insekten und Fledermäusen. Dies weist eine neue Studie der Eidgenössischen Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landwirtschaft (WSL) nach, die soeben im Fachjournal «Basic Applied Ecology» erschienen ist. Es sind laut dem Bericht sogar mehr Tiere als in Paris oder Antwerpen, heisst es in einer WSL-Mitteilung vom Mittwoch.

Das Forschungsprogramm, das in sieben europäischen Städten durchgeführt wurde, zeigt, dass sich die lichttolerante Zwergfledermaus in Zürich sehr wohl fühlt, weil sie Kunstlicht gut vertragen kann. Die nahen Gewässer und städtischen vernetzten Grünflächen, aber auch die Nähe zu den Wäldern würden laut dem Bericht Insekten und der Zwergfledermaus zusagen. Nicht alle Fledermausarten kommen aber mit dem Stadtleben gleich gut klar, denn das helle Licht zieht viele Insekten an und die fehlen als Nahrungsgrundlage am Stadtrand, wo andere Fledermausarten jagen - ihnen fehlt dann schlicht die Nahrungsgrundlage.

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