Zugvogeltage
Naturschauspiel: Millionen von Vögeln ziehen über die Schweiz Richtung Süden

Derzeit ziehen Millionen von Vögeln über die Schweiz, um in ihr Winterquartier zu gelangen. Birdlife lädt über das Wochenende an über 50 Orten in der Schweiz Interessierte dazu ein, das Spektakel mit Experten zu beobachten.

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Stare ziehen oft in grossen Schwärmen zu ihren Winterquartieren.

Stare ziehen oft in grossen Schwärmen zu ihren Winterquartieren.

Birdlife/Michael Gerber

Die Mauersegler und Neuntöter sind schon im Juli und August abgedüst, während die Stare und Ringeltauben den beschwerlichen Weg Richtung Süden noch vor sich haben. Derzeit spielt sich im Himmel ein alljährliches Naturspektakel ab: der Vogelzug. Dabei durchqueren Millionen von Vögeln auch die Schweiz auf dem Weg von ihren Brut- zu den Wintergebieten.

Birdlife Schweiz lädt über die internationalen Zugvogeltage am Samstag und Sonntag die Bevölkerung dazu ein, das Phänomen live zu beobachten, wie die Naturschutzorganisation mitteilt. An über 50 Orten in der ganzen Schweiz stehen Beobachtungsstände bereit, an denen Experten Wissenswertes über die Tiere und deren Routen erzählen. Zum Beispiel, dass es einige Vögel wie den Mäusebussard «nur» bis nach West- und Südeuropa zieht. Andere wie der Feldschwirl fliegen dagegen bis südlich der Sahara. Absolute Rekordhalterin ist übrigens die Küstenseeschwalbe: Auf ihrem Zug von den arktischen Brutplätzen in die antarktischen Überwinterungsgebiete und wieder zurück fliegt sie bis zu 30'000 Kilometer.

Der Anlass soll aber auch auf die Gefahren aufmerksam machen, welchen die Vögel auf ihrem Weg ausgesetzt sind. Laut Birdlife werden jährlich gegen 25 Millionen Zugvögel im Mittelmeerraum gewildert, viel mehr werden gar legal abgeschossen. Aber auch hierzulande ist der Lebensraum der Vögel bedroht aufgrund der Intensivierung der Landwirtschaft, Zersiedelung der Landschaft und naturfernen Gärten. (dpo)

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