Champions League
BVB scheitert trotz Führung – Liverpool beisst sich an Real die Zähne aus

Borussia Dortmund darf nach der ersten Halbzeit noch von der Sensation träumen. Im zweiten Durchgang sichern sich aber die Citizen das Weiterkommen. Liverpool beisst sich gegen Real die Zähne aus. In dieser Partie fallen keine Tore.

Sportredaktion
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Dortmund - Manchester City 1:2 (Hinspiel 1:2)

Marwin Hitz sieht beim zweiten Tor unglücklich aus. Davor zeigt der Schweizer gute Paraden.

Marwin Hitz sieht beim zweiten Tor unglücklich aus. Davor zeigt der Schweizer gute Paraden.

Keystone

(sid) Kein schwarz-gelbes Wunder, aber ein würdiger Abschied: Borussia Dortmund sagt der Champions League wehmütig Goodbye. Der deutsche Vizemeister verlor trotz einer couragierten Leistung auch das Viertelfinal-Rückspiel gegen die Übermannschaft Manchester City mit 1:2 (1:0) und verpasste sein erstes Halbfinale in der Königsklasse seit 2013.

Das phänomenale Supertalent Jude Bellingham (15.) liess die Dortmunder nach dem 1:2 im Hinspiel mit seinem ersten Europacup-Treffer auf die Sensation hoffen. Dem anschliessenden Sturm der City-Passmaschine hielt der BVB stand, bis Riyad Mahrez (54., Handelfmeter) von einem Fauxpas Cans profitierte. Phil Foden (75.) beseitigte letzte Zweifel: City fordert im Halbfinal-Kampf der Giganten den Bayern-Bezwinger Paris St. Germain.

«Es ist bitter, es tut weh», sagte Can über die Szene, die zum Handelfmeter führte: «Ich weiß, dass ich den Ball zuerst mit dem Kopf und dann mit der Hand berührt habe, dann ist es eigentlich kein Elfmeter. Das Spiel hat sich nach dem 1:1 geändert.»

Die Schweizer: Marwin Hitz spielt beim BVB durch und zeigt starke Paraden. Beim zweiten Treffer sieht er jedoch unglücklich aus. Die Sicht wird ihm für kurze Zeit von Mitspieler Erling Haland genommen. Manuel Akanji spielt ebenfalls durch. Der Innenverteidiger zeigt eine solide Partie und kommt in der 18. Minute nach einem Eckball zu einem Kopfball, den der City-Goalie festhält.

Telegramm

Tore: 15. Bellingham 1:0. 55. Mahrez 1:1 (Penalty). 75. Foden 1:2.

Bemerkungen: 25. Lattenschuss De Bruyne

Liverpool - Real Madrid 0:0 (Hinspiel 1:3)

Karim Benzema im Duell mit Fabinho. An der Anfield Road fallen keine Tore.

Karim Benzema im Duell mit Fabinho. An der Anfield Road fallen keine Tore.

Keystone

(sid) Liverpool war zwar über 90 Minuten die besser Mannschaft, doch am Ende zog Real zum neunten Mal in elf Jahren in die Runde der letzten Vier ein. Gegner dort ist am 27./28. April und 4./5. Mai der FC Chelsea.

Für Real begann der Abend in Anfield ungemütlich: Der Bus des spanischen Rekordmeisters wurde bei der Ankunft am Stadion von gegnerischen Fans mit Steinen beworfen, auf Bildern war eine zerstörte Scheibe zu sehen. Zudem zündeten einige Anhänger Feuerwerkskörper und Bengalos, Liverpool entschuldigte sich umgehend.

Hoch her ging es zunächst auch auf dem Rasen: Liverpool begann stürmisch und drängte auf eine Wiederholung der magischen Halbfinal-Nacht von 2019 mit dem mirakulösen 4:0 gegen den FC Barcelona. Nach sieben Minuten hatte das Klopp-Team drei Ecken auf dem Konto, nach elf Minuten zwang James Milner den glänzend aufgelegten Real-Schlussmann Thibaut Courtois zu einer Glanzparade.

Der erste Schwung verflog aber schnell. Die von Zinedine Zidane trainierten Gäste übernahmen zunehmend das Geschehen, Klopp gestikulierte immer wilder an der Linie - und fasste sich ungläubig an den Kopf, als ein abgefälschter Schuss von Reals Torjäger Karim Benzema am Pfosten landete (20.).

Real trat mit dem Selbstvertrauen eines Clasico-Siegers an, der seit Wochen starke Kroos zog als Bälleverteiler die Fäden. Gefährlicher blieben aber die Engländer. Doch auch Georginio Wijnaldum zielte aus guter Position zu hoch (42.) und brachte Klopp zur Verzweiflung.

Auch den zweiten Durchgang begann Liverpool voller Elan, nach 42 Sekunden hatte Firmino die Führung auf dem Fuß. Mit zunehmender Spieldauer schwand allerdings die Zuversicht auf zwei Tore, auch wenn die Gastgeber nie aufsteckten.

Die Schweizer: Xherdan Shaqiri wird in der 82. Minute eingewechselt.

Telegramm

Tore: Fehlanzeige

Bemerkungen: 20. Pfostenschuss Benzema

Paris Saint-Germain - Bayern München 0:1 (0:1)

Joshua Kimmich kann seinen Frust nicht verbergen: Der Titelverteidiger Bayern München streicht bereits im Viertelfinal die Segel.

Joshua Kimmich kann seinen Frust nicht verbergen: Der Titelverteidiger Bayern München streicht bereits im Viertelfinal die Segel.

Ian Langsdon / EPA

(dpa) Titelverteidiger FC Bayern München ist trotz eines Auswärtssiegs bei Paris Saint-Germain im Viertelfinale der Champions League ausgeschieden. Dem deutschen Fussball-Rekordmeister reichte das 1:0 (1:0) am Dienstagabend im Pariser Prinzenpark nach dem 2:3 im Hinspiel vor einer Woche in München nicht zum Weiterkommen. Die Münchner verpassten damit in einer Neuauflage des Vorjahresfinals den Einzug in die Runde der besten Vier. Eric Maxim Choupo-Moting (40. Minute) hatte mit einem Kopfballtreffer für den Sieg gesorgt.

Das Pariser Star-Ensemble um Weltmeister Kylian Mbappé und den Brasilianer Neymar war allein in der ersten Halbzeit dreimal an Pfosten oder Latte gescheitert. Obwohl den Gastgebern kein Treffer mehr gelang, reichte die knappe Niederlage zum Weiterkommen. Die Triple-Sieger von Trainer Hansi Flick haben nach dem Aus im DFB-Pokal und in der Königsklasse nun nur noch die Chance auf den Meistertitel.

Telegramm

Tore: 40. Choupo-Moting 0:1

FC Chelsea - FC Porto 0:1 (0:0)

Porto, hier mit Verteidiger Nanu und Chelsea, hier mit Mason Mount, lieferten sich einen harten Kampf.

Porto, hier mit Verteidiger Nanu und Chelsea, hier mit Mason Mount, lieferten sich einen harten Kampf.

Jose Manuel Vidal / EPA

(sid) Der FC Chelsea hat erstmals seit sieben Jahren das Halbfinale der Champions League erreicht. Den Blues reichte gegen den FC Porto im «Heimspiel» in Sevilla ein 0:1 (0:0), das erste Duell an gleicher Stelle hatte das Tuchel-Team mit 2:0 gewonnen. Den Londonern genügte eine starke Defensivleistung gegen die verzweifelt anrennenden Portugiesen. Das späte Tor von Mehdi Taremi (90.+4) war am Ende zu wenig.

Im leeren Estadio Estadio Ramon Sanchez Pizjuan suchte Porto mit dem Mute der Verzweiflung sein Heil in der Offensive. Der Königsklassen-Gewinner von 2004 begann mit hohem Tempo und grosser Intensität, Chelsea schien durchaus überrascht.

Auch nach der Pause war Porto zunächst die aktivere Mannschaft mit mehr Zug zum Tor. Chelsea hielt dem Druck aber Stand und liess kaum Schüsse zu. Auf der Gegenseite hatte Christian Pulisic in der 54. Minute die erste gute Chance, traf aber den Ball nicht richtig. Porto ging nun zunehmend die Puste aus, das Tor kam zu spät.

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Tore: 90.+4 Taremi 0:1

Viertelfinal-Hinspiel: Bayern München - Paris Saint-Germain 2:3 (1:2)

Kylian Mbappé schiesst Jérôme Boateng zwischen den Beinen durch und sorgt mit seinem zweiten Tor für die Entscheidung für PSG.

Kylian Mbappé schiesst Jérôme Boateng zwischen den Beinen durch und sorgt mit seinem zweiten Tor für die Entscheidung für PSG.

Keystone

(dpa) Dem FC Bayern droht bei der Titelverteidigung in der Champions League das Aus. 277 Tage nach dem Triumph von Lissabon kassierte der deutsche Rekordmeister beim brisanten Wiedersehen mit Paris Saint-Germain im Viertelfinal-Hinspiel ein schmerzhaftes 2:3 (1:2).

Beim Rückspiel am Dienstag in Paris muss dem FC Bayern schon ein Königsklassen-Künststück glücken, um doch noch in das Halbfinale gegen Manchester City oder Borussia Dortmund einzuziehen. Das gestaltet sich für die Münchner umso schwer, da sie nach der Knieverletzung von Robert Lewandowski und dem positiven Corona-Test von Serge Gnabry zwei weitere Verletzte zu beklagen haben. Leon Goretzka (33.) und Niklas Süle (42.) mussten im Münchner Schneetreiben frühzeitig raus.

Die turbulente Partie war geprägt vom frühen Schrecken durch die schnelle Führung von Kylian Mbappé. Der französische Weltmeister nutzte nach einem Konter die Vorlage von Neymar, der im richtigen Moment auf seinen Sturmpartner querlegte. Mbappé schob den Ball - anders als im Finale von Lissabon - durch die Beine des damals unüberwindbaren Neuer ins Netz.

Das Tor war für die Bayern besonders ärgerlich, weil sie selber kurz zuvor ein grosse Chance vergeben hatten. Choupo-Moting scheiterte knapp mit einem Aluminiumtreffer: Der letztjährige Paris-Profi traf nach einer Ecke per Kopf nur die Latte.

Die Bayern verstärkten nach dem 0:1 den Druck. Sie waren aggressiver und beschäftigten die PSG-Defensive. Doch ohne Lewandowski fehlt es auch an Durchschlagskraft.

Das Team von Trainer Mauricio Pochettino kam einige Male in Bedrängnis. Und schlug dann wieder eiskalt zu. Die Situation schien geklärt, als Neymar das zweite Mal die Vorarbeit lieferte. Der brasilianische Starstürmer hob den Ball mit einem langen Pass über die aufrückende Bayern-Abwehr und fand mit Marquinhos einen Abnehmer. Der Kapitän behielt die Nerven und schob am chancenlosen Neuer vorbei ins Eck.

Flick muss mehrmals umbauen

Anschliessend musste der Torschütze verletzt das Spielfeld verlassen und wurde durch Ander Herrera ersetzt, und bei den Bayern kam für den angeschlagenen Leon Goretzka der Linksverteidiger Alphonso Davies. Trotz des Umbaus der Defensive kamen die Bayern mit dem ins Mittelfeld vorgerückten David Alaba schnell zum Anschlusstreffer. Eine Flanke von Benjamin Pavard drückte Choupo-Moting per Kopf in die Maschen.

Danach musste Flick noch einmal umbauen. Für den verletzten Süle kam Jérôme Boateng, der keinen neuen Vertrag erhält. Während Paris in der ersten Halbzeit gnadenlos effektiv war und die wenigen Chancen eiskalt nutzte, vergab Neymar sieben Minuten nach der Pause und scheiterte an Neuer. Zum Glück für die Bayern, die weiter drückten. Belohnt wurden die kämpfenden Gastgeber nach einem Freistoss. Unbedrängt köpfte Müller die Vorlage von Joshua Kimmich am starken PSG-Tormann Keylor Navas vorbei ins Netz.

Doch Paris liess nicht locker und schlug schnell zurück. Mbappé tanzte Boateng aus, schoss durch die Beine des Bayern-Verteidigers zur erneuten Führung ein und sorgte so für eine gute PSG-Ausgangssituation im Rückspiel.

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Tore: 3. Mbappé 0:1. 28. Marquinhos 0:2. 37. Choupo-Moting 1:2. 60. Müller 2:2. 68. Mbappé 2:3.

Viertelfinal-Hinspiel: Porto - Chelsea 0:2 (0:1)

Ben Chilwell (Nr. 21) feiert mit seinen Teamkollegen seinen Treffer zum 2:0.

Ben Chilwell (Nr. 21) feiert mit seinen Teamkollegen seinen Treffer zum 2:0.

Keystone

(dpa) Mit gnadenloser Effektivität hat Chelsea eine böse Überraschung im Viertelfinal-Hinspiel der Champions League bei Porto verhindert. Die Londoner hatten am Mittwochabend in der wegen der coronabedingten Reisebeschränkungen in Sevilla ausgetragenen Partie nur wenige Torchancen - doch diese nutzten sie. Mason Mount (32.) nach starkem Zuspiel von Jorginho und Ben Chilwell (85.) sorgten für das 2:0 (1:0) gegen den lange gleichwertigen portugiesischen Meister.

Chelsea hat damit gute Chancen, erstmals seit 2014 wieder das Halbfinale in der Königsklasse zu erreichen. Das Rückspiel findet am kommenden Dienstag erneut in Sevilla statt. Dann sind die Blues nominell der Gastgeber.

Tuchel hatte vor dem Spiel eine Reaktion auf das unerwartete 2:5 gegen den Abstiegskandidaten West Bromwich Albion am Samstag in der Premier League versprochen. Doch davon war lange Zeit nur wenig zu sehen.

Unpräzises Porto

Porto zeigte, warum es in der Runde zuvor Juventus Turin ausgeschaltet hatte. Aus einer guten Defensive spielten die Portugiesen sich einige Male in aussichtsreiche Abschlusspositionen. Doch oft fehlte die Präzision. Ein direkt auf Chelsea-Keeper Edouard Mendy gezogener Eckball von Otavio (24.) und ein Kopfball von Kapitän Pepe (43.) ebenfalls nach einer Ecke waren die einzigen guten Chancen.

Der Favorit aus London brachte indes nur wenig nach vorn zustande. Porto stellte das Mittelfeld geschickt zu und liess auch in der Deckung wenig Raum. Nur einmal fanden die Blues die Lücke: Jorginho passte in die Schnittstelle von Portos Abwehrkette, Mason Mount vollendete gekonnt und brachte mit dem ersten Schuss auf das gegnerische Tor sein Team in Führung.

Nach der Pause änderte sich das Bild zunächst nicht. Porto war die aktivere Mannschaft, auch wenn Chelsea mehr Ballbesitz hatte. Mendy musste gegen Marega (51.) eingreifen, nach dem Flachschuss von Luis Diaz (57.) flog der Ball knapp an Mendys Tor vorbei.

Die Partie wurde zunehmend zerfahrener, immer wieder wurde das Spiel durch Fouls unterbrochen. Porto gelang nach vorn nur noch wenig. Pulisic hätte eine Minute vor dem Treffer von Chilwell schon erhöhen können, jagte aber den Ball an die Latte. Sekunden später machte es Linksverteidiger Chilwell besser und sorgte für eine noch bessere Ausgangsposition fürs Rückspiel.

Telegramm

Tore: 32. Mount 0:1. 85. Chilwell 0:2.

Viertelfinal-Hinspiel: Real Madrid - Liverpool 3:1 (2:0)

Der Brasilianer Vinicius Junior ist mit seinen zwei Toren der Matchwinner für Real Madrid.

Der Brasilianer Vinicius Junior ist mit seinen zwei Toren der Matchwinner für Real Madrid.

Keystone

(dpa) Real Madrid hat beste Aussichten auf den Einzug ins Halbfinale der Champions League. In der Neuauflage des Endspiels von 2018 ebnete Toni Kroos am Dienstagabend den Spaniern den Weg zum 3:1 (2:0)-Heimsieg im Viertelfinal-Hinspiel gegen Liverpool.

Die Madrilenen bestimmten von Beginn an die Partie. Mit seinem Traumpass über rund 40 Meter auf Vinicius sorgte Kroos für ein Highlight. Der Brasilianer nahm den Ball in vollem Lauf mit der Brust an und schoss flach zum 1:0 ein. Nur neun Minuten später nutzte Marco Asensio einen kapitalen Abwehrschnitzer von Trent Alexander-Arnold nach einem erneuten langen Pass von Kroos zum leichten 2:0.

In den ersten 45 Minuten hatten die Liverpooler keine Torchance, doch nach Wiederanpfiff nutzte Salah gleich die erste zum 1:2. Auch danach agierten die Engländer bissiger und mutiger als in Durchgang eins. Real war davon aber nur vorübergehend beeindruckt und schlug in Person von Vinicius mit dem 3:1 eiskalt zurück. Anschliessend stemmte sich Liverpool vehement, aber erfolglos gegen die Niederlage. Auch der in der 81. Minute eingewechselte Xherdan Shaqiri konnte keine Wende mehr herbeiführen.

Telegramm

Tore: 27. Vinicius Junior 1:0. 36. Asensio 2:0. 51. Salah 2:1. 65. Vinicius Junior 3:1.

Viertelfinal-Hinspiel: Manchester City - Borussia Dortmund 2:1 (1:0)

Marco Reus' zwischenzeitlicher Ausgleich lässt die Dortmunder hoffen fürs Rückspiel.

Marco Reus' zwischenzeitlicher Ausgleich lässt die Dortmunder hoffen fürs Rückspiel.

Keystone

(dpa) Passabler Auftritt, kein Lohn - Borussia Dortmund hat den erhofften Coup im Viertelfinal-Hinspiel der Champions League beim hohen Favoriten Manchester City knapp verpasst. Trotz deutlicher Leistungssteigerung unterlag das Team von Trainer Edin Terzic am Dienstag dem englischen Starensemble beinahe in letzter Minute mit 1:2 (0:1). «Wenn wir mit dem 1:1 nach Hause gehen, sind wir zufrieden», sagte Abwehrchef Mats Hummels im Streamingdienst DAZN. «So ist mit dem späten 2:1 für City das Gefühl nicht gut, obwohl wir sehr viel richtig gemacht haben heute.»

Im leeren Stadion der «Citzens» trafen Kevin De Bruyne (19. Minute) und Phil Foden in der 90. Minute zum hart erkämpften Sieg der Gastgeber. BVB-Kapitän Marco Reus (84.) hatte den zwischenzeitlichen Ausgleich erzielt. Mit dem wichtigen Auswärtstor wahrten die Dortmunder ihre Chancen für das Rückspiel am Mittwoch kommender Woche.

Anders als beim 1:2 gegen Frankfurt drei Tage zuvor hatten die Dortmunder mit Manuel Akanji in der Verteidigung einen couragierten Auftritt geboten. «Das war ein Fight, den wir am besten alle drei Tage zeigen sollten», sagte Hummels. Torschütze Reus meinte: «Wir reden seit einem Jahr, dass wir Kontinuität in unser Spiel bringen wollen. Wir haben zu wenig Spiele wie heute, wo wir unser Niveau zeigen.»

Terzic' Mut zahlt sich aus

Der Mut von Trainer Terzic, den erst 19 Jahre alten und in der Königsklasse bisher erst für sieben Minute eingesetzten Ansgar Knauff in die Startelf zu beordern, machte sich zumindest zu Beginn bezahlt. Der BVB erwischte einen guten Start und hatte bei einem von City-Keeper Ederson parierten Schuss von Jude Bellingham (7.) die erste Chance.

Danach übernahmen die Gastgeber, die zuvor 23 der letzten 24 Pflichtspiele gewonnen hatten, die Regie. Begünstigt durch einen Abspielfehler des diesmal im Mittelfeld eingesetzten Emre Can schlug Manchester gleich bei der ersten Torannäherung eiskalt zu. De Bruyne leitete den Konter ein und war nach einem Zuspiel von Riyad Mahrez aus kurzer Distanz zur Stelle.

Der Rückstand hinterliess bei der Borussia wenig Wirkung. Anders als zuletzt in der Bundesliga stimmten Laufbereitschaft und Zweikampfverhalten. Ein vermeintlicher Treffer von Bellingam (37.) nach einem Ederson-Patzer wurde wegen eines angeblichen Foulspiels des Engländers zurückgepfiffen. Das brachte die Gäste um den verdienten Lohn für eine passable erste Halbzeit.

Auch nach Wiederanpfiff lieferte sich der BVB mit dem souveränen Tabellenführer der Premier League ein Duell auf Augenhöhe. So vergab Erling Haaland, bisher bester Schütze der Champions League, in der 48. Minute die grosse Chance zum 1:1, als er nach schöner Vorarbeit von Mahmoud Dahoud aus kurzer Distanz an Ederson scheiterte.

Von der gewohnten Dominanz bei Ballbesitz waren die «Citizens» in dieser Phase weit entfernt. Den taktisch gut organisierten Dortmundern gelang es aber nicht, daraus Kapital zu schlagen. Doch auch der Gegner verpasste die Chance auf die frühe Vorentscheidung: Nach Zuspiel von De Bruyne scheiterte Foden (65.) an BVB-Keeper Marwin Hitz.

Mit Beginn der Schlussphase ging die Rechnung der Borussia doch noch auf. Nach sehenswertem Pass des Norwegers Haaland sorgte Reus für den Ausgleich und das erste Gegentor der Engländer in der Champions League seit 790 Minuten. Doch Foden machte das erhoffte Unentschieden zunichte.

Telegramm

Tore: 19. De Bruyne 1:0. 84. Reus 1:1. 90. Foden 2:1.

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