Champions League
PSG gegen Man City – die Sehnsucht nach dem Titel in der Königsklasse

Ein Duel auf Augenhöhe: Paris SG empfängt Manchester City zum Kräftemessen. Ilkay Gündogan träumte schon als Kind von der Champions League. Neun Pokale hat er mit City bereits gewonnen, dem fehlenden kann er am Mittwoch ein Stück näher kommen.

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(sid/swe) Paris Saint Germain gegen Manchester City - ein Duell zweier Teams, welche nur allzu gerne den Champions-League-Titel in ihr Palmarès aufnehmen möchten. Beiden Mannschaften blieb dies bis dato verwehrt. Sehnsüchtig warten die beiden Topklubs aus Frankreich und England auf den grössten Titel den es im europäischen Klubfussball zu gewinnen gibt. Geht es nach den Buchmachern, steigt Manchester City als Favorit in das Halbfinal-Hinspiel bei Paris St. Germain.

Ilkay Gündogan von Manchester City träumte schon als Kind vom Gewinn der Champions League.

Ilkay Gündogan von Manchester City träumte schon als Kind vom Gewinn der Champions League.

EPA

Einer, der schon als Kind von der Champions League träumte, ist Ilkay Gündogan. Neun Pokale hat der Deutsche mit Manchester City bereits gewonnen. Dem fehlenden kann er nun ein Stück näher kommen. «Diese Abende waren immer etwas Besonderes. Vor allem für Kinder aus einer Einwanderer-Familie wie mich», schreibt Gündogan in der neuesten Ausgabe der Player's Tribune. Wenn Galatasaray oder Fenerbahce spielten, habe seine Familie jeweils alles stehen und liegen lassen.

Wohl auch deshalb kritisierte Ilkay Gündogan zuletzt die Reform seiner geliebten Königsklasse deutlich. Schliesslich sei die Champions League für ihn stets «das grösste Turnier der Welt» gewesen, so der 30-jährige Deutsche. «Können Sie sich vorstellen, was es mir bedeuten würde, die Champions League zu gewinnen?»

«Dieses Finale verfolgt mich noch immer»

Die Antwort: eine Menge. Wenn der seit Monaten formstarke Gündogan am Mittwoch mit Manchester City zum Halbfinal-Hinspiel bei Paris St. Germain antritt, ist er seinem grossen Traum so nahe wie seit 2013 nicht mehr. Vor acht Jahren traf er mit Borussia Dortmund im Finale auf Bayern München, schoss sogar ein Tor - und verlor dann 1:2. «Ganz ehrlich, dieses Finale verfolgt mich noch immer. Ich möchte diese Trophäe so sehr», sagt Gündogan.

Dabei hat der gebürtige Gelsenkirchener allein in England schon so viele Pokale gewonnen: Der Triumph mit City am Wochenende im englischen Ligapokal war schon sein neunter Titel auf der Insel. Doch in diesem Jahr ist Gündogan mit Man City der grosse Favorit um den Titel der Champions League. Das Team von Pep Guardiola holte in der Gruppenphase fünf Siege und ein Remis und schaltete Borussia Mönchengladbach und Borussia Dortmund mit vier weiteren Siegen aus. Kaum zu glauben, dass City erst zum zweiten Mal in der Vereinsgeschichte im Halbfinale steht. Letztmals war 2016 gegen Real Madrid Endstation. Endspiel-Teilnahmen? Fehlanzeige.

Vor der schwersten Aufgabe

Weil die Meisterschaft in der Premier League so gut wie perfekt ist, hat das Team von Pep Guardiola inzwischen die Konzentration längst auf den Henkelpott gelenkt. Das Duell mit PSG wird ohne Zweifel die bislang schwerste Aufgabe - und für Gündogan zudem das Wiedersehen mit Julian Draxler und Thilo Kehrer, beides ebenfalls ehemalige Schalker, wenn auch aus einer anderen Zeit.

Gündogan ist jedenfalls heiss. Schliesslich fragte er sich schon nach dem verlorenen Finale 2013: «Wann werde ich wieder so eine Chance bekommen? Ich möchte diese Trophäe so unbedingt!» Nun könnte es klappen, aber zu früh freuen will er sich nicht. «Ich habe auch Angst, dass man etwas, das man so sehr haben möchte, vielleicht nie bekommt», schreibt er weiter und gibt zu: «Diese Gedanken halten mich sogar nachts wach.»

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