FORMEL 1
Mick Schumacher wird beim Debüt Letzter und sagt: «Ich bin zu 95 Prozent happy»

Der Formel-1-Neuling mit dem berühmten Namen wird bei seinem ersten Rennen überrundet, was seiner guten Laune danach jedoch keinen Abbruch tut.

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Hinter Mick Schumachers Maske verbarg sich nach dem Grand Prix von Bahrain ein Lächeln.

Hinter Mick Schumachers Maske verbarg sich nach dem Grand Prix von Bahrain ein Lächeln.

Dan Istitene / AP

(dpa/frh) Mick Schumacher wurde nach seinem Formel-1-Debüt im lahmen Haas von seiner Managerin und seinem Physiotherapeut aufgemuntert. Beim Auftaktsieg von Lewis Hamilton in die Rekordsaison der Königsklasse nach einem Thriller-Zweikampf mit Max Verstappen hat der 22 Jahre alte Schumacher am Sonntag wenigstens schadlos sein erstes Rennen in der Motorsport-Königsklasse beendet.

«Ich bin zu 90, 95 Prozent happy», sagte Mick Schumacher und nahm auch die Überrundung nach gut der Hälfte des Rennens sportlich: «Wir wussten von vornherein, dass das der Fall sein wird und ich damit klar kommen und lernen muss. Ich kann nicht direkt in die Top Fünf fahren, auch wenn ich das gern würde.»

Besser als der Vater bei seinem Debüt

In einem von Zweikämpfen und Überholmanövern geprägten Grossen Preis von Bahrain kam Mick Schumacher als 16. nicht über den letzten Platz hinaus, nachdem Vater Michael vor 30 Jahren bei dessen Einstand durch einen Kupplungsschaden nur ein paar hundert Meter weit gefahren war. Vier von 20 Wagen erreichten nicht das Ziel - ein deutsches Duo am Ende.

Der Haas-Bolide von Mick Schumacher kam beim GP von Bahrain nicht wirklich auf Touren.

Der Haas-Bolide von Mick Schumacher kam beim GP von Bahrain nicht wirklich auf Touren.

Valdrin Xhemaj / EPA

Die Aufmerksamkeit galt unter den Palmen in der Wüste neben Sieger Hamilton vor allem dem berühmten Debütanten. Acht Jahre und 123 Tage nach dem letzten Rennen seines Vaters Michael in Brasilien nahm ihn Weltverbandspräsident Jean Todt noch in die Arme. Dann ging es los! Schumacher kam von Position 18 aus mühelos weg. Sein russischer Teamkollege Nikita Masepin verlor hingegen schon nach den ersten Metern die Kontrolle und landete im Kiesbett. Das Safety Car musste raus.

Später im Rennen wurde der tapfer kämpfende Neuling erst von Alpha-Tauri-Mann Pierre Gasly überholt, dann bekam er im 31. Umlauf Blaue Flaggen gezeigt und musste den da Führenden Verstappen passieren lassen. Nach weiteren Ausfällen - auch von Gasly - gab es am Ende immerhin Platz 16 und ein Lächeln unter dem Mundschutz.