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Nach später Wende zur Meisterschaft: Manchester City taumelt, aber fällt nicht

Das Team von Pep Guardiola durchlebt gegen Aston Villa eine Zitterpartie, feiert aber den vierten Meistertitel in den letzten fünf Jahren. Der FC Liverpool muss mit Platz zwei vorliebnehmen. In Italien gibt sich die AC Milan derweil keine Blösse.

Dan Urner
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Kevin de Bruyne feierte nach Spielende mit dem ekstatischen City-Fans.

Kevin de Bruyne feierte nach Spielende mit dem ekstatischen City-Fans.

Keystone

Kurz sah es so aus, als würde Manchester City tatsächlich kurz vor der Ziellinie stolpern. Mit 0:2 lag der Spitzenreiter gegen Aston Villa bereits zurück, mit einem Sieg über die Wolverhampton Wanderers hätte der zweitplatzierte FC Liverpool am Team von Pep Guardiola vorbeiziehen können. Die finale Wende blieb allerdings aus: Angeführt vom eingewechselten Doppeltorschützen Ilkay Gündogan, verwandelte City den Rückstand innert sechs Minuten in einen 3:2-Sieg. Die «Skyblues» feierten den vierten Meistertitel in den letzten fünf Jahren.

Da half den «Reds» auch der 3:1-Heimsieg nichts mehr. Auch die Equipe von Jürgen Klopp erlitt einen veritablen Fehlstart und geriet infolge von Abstimmungsproblemen in der Defensive bereits nach knapp drei Minuten in Rücklage. Sadio Mané (24.), Mohamed Salah (85.) und Andrew Robertson (89.) wendeten jedoch das Blatt zugunsten Liverpools, das zumindest mit Schwung und gutem Gefühl in den Champions-League-Final gegen Real Madrid gehen kann.

Der FC Arsenal hat im Rennen um die Champions-League-Ränge derweil den Kürzeren gezogen. Die «Gunners», für die der Schweizer Granit Xhaka in der Startformation figurierte, gewannen zwar deutlich mit 5:1 gegen den FC Everton. Weil sich Stadtrivale Tottenham aber gleichzeitig fulminant mit 5:0 bei Norwich City durchsetzte, hatte das Resultat schliesslich nicht mehr als statistischen Wert.

Milan lässt nichts anbrennen

Fans der AC Milan bejubeln im Mailänder Stadtzentrum die erste Meisterschaft seit 2011.

Fans der AC Milan bejubeln im Mailänder Stadtzentrum die erste Meisterschaft seit 2011.

Keystone

In der italienischen Serie A verlief das Fernduell um den Titel weitaus unspektakulärer. Tabellenführer AC Mailand hatte den 3:0-Auswärtssieg in Sassuolo – und damit den ersten Scudetto seit 2011 – schon zur Halbzeitpause eingetütet. Der nicht minder souveräne 3:0-Erfolg von Verfolger und Stadtrivale Inter über Sampdoria Genua brachte keine Auswirkungen mit sich.

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