Neuer Modus
SFL-Chef zu Playoffs im Fussball: «Ob das der richtige Modus ist, wird sich in fünf Jahren zeigen»

Die Swiss Football League (SFL) gab heute die Aufstockung der Liga und die Einführung des neuen Playoff-Modus bekannt. SFL-CEO Claudius Schäfer erklärte die Lage in einer Medienkonferenz und stellte sich den Fragen dazu.

Leandro De Mori
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SFL-CEO Claudius Schäfer informierte am Freitag über die kommenden Anpassungen der Super- und Challenge League.

Video: Adrian Reusser / Keystone-SDA

«Warum braucht es diesen Modus?», fragte ein Journalist der 20 Minuten. «Es hat in der Schweiz das Potenzial für 12 Mannschaften in der höchsten Liga. Wir haben das beste Modell für diese Ligagrösse gesucht und sind dabei auf den Modus mit den Playoffs gestossen. Ob dieser Modus auch der Richtige für uns ist, wird sich in fünf Jahren zeigen», antwortete SFL-CEO Claudius Schäfer darauf.

Schäfer gab am Freitag eine Medienkonferenz, nachdem am Morgen die SFL-Klubs über die Aufstockung der Super League und den Playoff-Modus abgestimmt haben. Dabei sprach er vor allem über die Aufstockung und den neuen Modus, der auf Fan-Ebene auf viel Kritik stösst.

Von Seiten der SFL-Teams war die Aufstockung eine klare Sache. 20 von 20 Mannschaften stimmten der Erhöhung der Super League von zehn auf zwölf Teams zu. Für die Final- und Europe-Stages stimmten 16 Teams zu. Zürich, YB, Luzern und Thun sprachen sich gegen diese Phase der Playoffs aus.

Der neue Modus ab der Saison 2023/2024.

Der neue Modus ab der Saison 2023/2024.

SFL

Während der Pressekonferenz teilte Schäfer die Sichtweise der SFL-Geschäftsführung zum neuen Modus: «Wir haben uns viele Gedanken zum neuen Modus gemacht. Wir empfinden diesen Modus als sehr mutig und zukunftsgerichtet. Natürlich birgt der Modus auch Risiken, darüber sind wir uns bewusst. Trotzdem sind wir uns sicher: Das ist der richtige Weg.»

Auch über den Unmut der Fans, der nach Veröffentlichung des Playoff-Modus auf den Sozialen Medien stattfand, äusserte sich Schäfer: «2017 wollten wir die Fans miteinbeziehen. Es hat aber fast niemand mitgemacht. Die SFL hat nicht die richtigen Kanäle, um sich mit den Fans auszutauschen. Wir sind der Meinung, dass die Fan-Kommunikation eine Sache der Klubs ist.»

Weitere Regeländerungen

Neben der Aufstockung und den Playoffs wurde am Freitag auch über weitere Änderungen im Reglement abgestimmt. Seit beginn der Corona-Pandemie ist es in der Super League möglich, in einer Partie fünf Wechsel vorzunehmen. Diese Regel wird auch in Zukunft beibehalten.

Ausserdem gab es eine Anpassung bei den Disziplinarverfahren bei Sicherheitsvorfällen. Gravierende Sicherheitsvorfälle sollen demnach einfacher gelöst werden. Damit sollen beispielsweise verschiedene Sektoren im Stadion ohne Umwege einfacher geschlossen werden können.

Hier können Sie den Liveticker zur Medienkonferenz nachlesen:

Die Medienkonferenz ist zu Ende

Nach den Fragen der Journalisten ist die Medienkonferenz nun zu Ende. Hier gibt es gleich eine kurze Zusammenfassung zum Gesagten.

Zürich, YB, Luzern und Thun gegen Final- und Europe-Stages

Immer wieder wurde darüber diskutiert, welche Teams gegen die Final- und die Europe-Stages abgestimmt haben. Schäfer gibt indirekt zu, dass dies der FC Zürich, die Young Boys, der FC Luzern und der FC Thun waren.

Ob dies der richtige Modus ist?

Nun stellt sich Schäfer den Fragen der anwesenden Journalisten.

«Warum braucht es diesen Modus?» Fragt ein Vertreter der 20 Minuten. «Es hat in der Schweiz das Potenzial für 12 Mannschaften in der höchsten Liga. Wir haben das beste Modell für diese Ligagrösse gesucht und sind dabei auf den Modus mit den Playoffs gestossen. Ob dieser Modus auch der Richtige für uns ist, wird sich in fünf Jahren zeigen», antwortet Schäfer.

Weitere Regeländerungen wurden beschlossen

Neben der Liga-Aufstockung und den Playoffs gab es noch weitere Regeländerung. Nach beginn der Covid-Pandemie gab es die Änderung im Reglement, dass fünf Wechsel möglich wurden. Diese Regel wird auch in Zukunft ein fixer Bestandteil der Super League bleiben.

Ausserdem gab es eine Anpassung zu den Disziplinarverfahren bei Sicherheitsvorfällen. Gravierende Sicherheitsvorfälle sollen dadurch einfacher gelöst werden. Damit sollen beispielsweise verschiedene Sektoren im Stadion ohne Umwege einfacher geschlossen werden können.

Zurück zum neuen Modus

«Wir haben uns viele Gedanken zum neuen Modus gemacht. Wir empfinden diesen Modus als sehr mutig und zukunftsgerichtet. Natürlich birgt der Modus auch Risiken, darüber sind wir uns bewusst. Trotzdem sind wir uns sicher: Das ist der richtige Weg», sagt Schäfer.

Dann spricht der SFL-CEO über den Unmut der Fans zum neuen Modus, den es auf den Sozialen Medien nach der Entscheidung gab: «2017 wollten wir die Fans miteinbeziehen. Es hat aber fast niemand mitgemacht. Die SFL hat nicht die richtigen Kanäle, um sich mit den Fans auszutauschen. Wir sind der Meinung, dass die Fan-Kommunikation eine Sache der Klubs ist.»

So lief die Abstimmung heute morgen

Nun spricht Schäfer über die Abstimmung mit den Klubs, die heute morgen in Ittingen bei Bern stattfand. 19 von 20 Klubs der SFL haben für die Erhöhung der Liga auf 12 Mannschaften gestimmt. 20 von 20 Klubs haben der First- und Second-Stage-Variante zugestimmt. Die Final-Stage und die Europe-Stage wurden mit 16 Stimmen angenommen, die Relegationsspiele mit 18 Zusagen der SFL-Teams.

Der neue Modus ab der Saison 2023/2024.

Der neue Modus ab der Saison 2023/2024.

SFL

Zum Playoff-Modus

Schäfer: «Im Hinblick auf die 12er-Liga haben wir mit allen Klubs gesprochen und sind dabei immer wieder auf den Playoff-Modus gestossen. Dieses Format ist ein Produkt der SFL-Leitung und den Klubs der SFL.»

Claudius Schäfer informiert

Der CEO der SFL, Claudius Schäfer, beginnt die Medienkonferenz. «Heute war ein wichtiger Tag für den Schweizer Profifussball mit einem mutigen und wichtigen Entscheid für den Fussball», sagt er. «An der Änderung der Ligagrösse arbeiten wir schon seit 2012. Nach langer Überlegungsphase, bei der wir auch verschiedene Modelle beachtet haben, kamen wir zum Schluss, dass eine Liga mit 12 Mannschaften die richtige Grösse hat.»

Medienkonferenz zum neuen Modus in der Super League

Heute Mittag haben die Super- und Challenge-League-Klubs mit einer Abstimmung entschieden, dass ab der Saison 2023/24 die Super League auf 12 Teams aufgestockt wird. Ausserdem wird die Saison neu mit einem Playoff-Modus abgeschlossen. Nun informiert die SFL in einer Medienkonferenz darüber.

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