INTERNATIONALER FUSSBALL
«Ich liebe ihn über alles»: Barça-Präsident Laporta schmiert abwanderungswilligem Messi Honig um den Mund

Bei seiner Vereidigung hat Joan Laporta, neuer Präsident des FC Barcelona, nur warme Worte für seinen argentinischen Superstar übrig. Letzterer wird wohl froh über die Schutzmaske gewesen sein.

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Joan Laporta machte aus seiner Zuneigung für die fussballerischen Qualitäten Messis keinen Hehl.

Joan Laporta machte aus seiner Zuneigung für die fussballerischen Qualitäten Messis keinen Hehl.

Enric Fontcuberta / EPA

(sid/frh) Der neue Präsident des spanischen Fussball-Renommierklubs FC Barcelona, Joan Laporta, will alles daransetzen, seinen abwanderungswilligen Superstar Lionel Messi über das Saisonende hinaus an die Katalanen zu binden. «Ich nehme mir jetzt einen Moment Zeit und dann versuche ich, Leo zu überzeugen, dass er bleibt», sagte der Klub-Chef bei seiner Amtseinführung am Mittwoch.

«Wir wollen Messi behalten, denn er ist der beste Spieler in der Geschichte dieses Klubs», betonte Laporta, «ich liebe ihn über alles und auch Barcelona und Barça tun das. Wenn das Stadion wieder mit Zuschauern gefüllt ist, wenn du wieder vor Publikum spielst, dann kannst du uns nicht verlassen.»

Messi war wie andere Barça-Asse bei der Amtseinführung im Estadio Camp Nou anwesend und schien bei den Worten Laportas zu lächeln - obwohl sich bei genauerem Hinsehen hinter der Maske wohl eher ein gequälter Gesichtsausdruck versteckte.

Ausserdem will Klub-Boss Laporta so schnell wie möglich Sorge dafür tragen, dass der mit über einer Milliarde Euro verschuldete Traditionsklub aus Katalonien finanziell gesundet: «Das Wichtigste ist, dass Barça wieder wirtschaftlich nachhaltig ist.»

Laporta war am 7. März zum zweiten Mal zum Präsidenten des FC Barcelona gewählt worden. Der 58 Jahre alte Rechtsanwalt hatte 54,28 Prozent der Stimmen auf sich vereinigt. Laporta hatte bereits von 2003 bis 2010 dem Klub vorgestanden.