Jogi Löw über seinen Abgang
«15 Jahre als Bundestrainer sind eine lange Zeit – fast schon eine Ewigkeit»

Der deutsche Bundestrainer Joachim Löw erklärt an einer Pressekonferenz seinen Abgang. Spekulationen zu einem Nachfolger werden nicht befeuert.

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Nach der EM ist Schluss. Joachim Löw begründet bei der Zentrale des DFB seine Entscheidung.

Nach der EM ist Schluss. Joachim Löw begründet bei der Zentrale des DFB seine Entscheidung.

Keystone

(gav) Am Dienstagvormittag vermeldet der deutsche Fussballverband die Hammer-Meldung: Bundestrainer Joachim «Jogi» Löw legt sein Amt nach 15 Jahren als Nati-Trainer nach der EM nieder. Dies trotz Vertrag bis zur WM 2022 in Katar. Am Donnerstagnachmittag erklärt der 61-Jährige bei der Zentrale des Deutschen Fussball-Bundes (DFB) in Frankfurt seine Entscheidung:

«Es ist der richtige Zeitpunkt, den Stab an einen anderen weiterzugeben. 15 Jahre als Bundestrainer sind eine lange Zeit. In diesem schnelllebigen Fussballgeschäft fast eine Ewigkeit.» Während der Pandemie habe er genügend Zeit gehabt, um sich über die Zukunft Gedanken zu machen. Die Heim-EM 2024 habe seinen Entschluss entscheidend beeinflusst:

«Ein Turnier im eigenen Land kann unglaublich viel bewegen, vor allem auch erneuern. Ich sehe mich 2024 nicht mehr in dieser Position. Mein Nachfolger muss die notwendige Zeit bekommen, das Team vorzubereiten.»

Für die anstehende EM in diesem Sommer sei sein Wille und seine Motivation nach wie vor sehr hoch.

Suche nach neuem Bundestrainer läuft

Natürlich wurden bei der Pressekonferenz auch Fragen zu Kandidaten auf die Nachfolge gestellt. Gehandelt werden zur Zeit Hansi Flick, Ralf Rangnick und U21-Coach Stefan Kuntz. DFB-Direktor Oliver Bierhoff möchte sich für die Entscheidung genug Zeit lassen:

«Es ist eine wichtige Entscheidung. Wir werden uns die Zeit nehmen, die notwendig ist.»

Bierhoff lässt nur durchblicken, dass es sich wohl um einen deutschen Nachfolger handeln werde. «Auf dem Markt sehe ich zur Zeit keinen ausländischen Trainer, der zu uns passen würde.»

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