Nach EM-Finale
Englische Nationalspieler von den eigenen Fans massivst rassistisch beleidigt – Boris Johnson schaltet sich ein

Nach rassistischen Beleidigungen gegen die beim Elfmeterschiessen im EM-Finale erfolglosen Profis hat auch der britische Premierminister Boris Johnson zu mehr Respekt gemahnt.

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Italien kürt sich nach einem spannenden Elfmeterschiessen zum Europameister. Zwar konnte Jordan Pickford zwei Elfmeter halten, als hintereinander jedoch Marcus Rashford, dann Jadon Sancho und schliesslich auch noch Bukayo Saka verschossen, jubelten zum Schluss trotzdem die Italiener.

Saka kämpfte sichtlich mit den Tränen und wurde sofort von den Mitspielern und Trainer Gareth Southgate getröstet. Wenig Trost gab es indes von den eigenen Fans. Diese nahmen das verlorene Elfmeterschiessen zum Anlass, die eigenen Spieler massivst im Internet rassistisch zu beschimpfen.

Der englische Fussballverband FA reagierte umgehend und verurteilte jeglichen Rassismus: «Wir werden die betroffenen Spieler unterstützen und fordern die härtesten Strafen für die Verantwortlichen.»

Saka wird nach seinem verschossenen Elfmeter von Luke Shaw und Kalvin Phillips getröstet.

Saka wird nach seinem verschossenen Elfmeter von Luke Shaw und Kalvin Phillips getröstet.

Keystone

Auch der britische Premier Boris Johnson meldet sich auf Twitter zu Wort: «Diese englische Mannschaft verdient es, als Helden gefeiert und nicht in den Sozialen Medien rassistisch beschimpft zu werden.»

Die Londoner Polizei hat derweil angekündigt, die Angelegenheit zu untersuchen:

(leo)

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