Transfer-Hammer
PSG-Präsident frohlockt, sagt aber: «Hoffe, dass Messi nun nicht noch mehr Lohn verlangt»

Lionel Messi versetzt die französische Hauptstadt in Ekstase. Am Mittwochvormittag wird der argentinische Super-Star bei PSG vorgestellt. Klar ist: Der Zauberfloh hat Lust auf weitere Titel.

Gabriel Vilares
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Nicht mal eine Woche ist seit dem tränenreichen Abschied von Lionel Messi beim FC Barcelona vergangen. Am Donnerstag der vergangenen Woche verkündeten die Katalanen seinen Abgang. Am Dienstagabend unterschreibt der argentinische Superstar bei Paris St. Germain einen Zweijahresvertrag mit Option auf eine weitere Saison.

Am Mittwochvormittag folgt die Vorstellung des 34-Jährigen und seine ersten Worte: «Die letzte Woche war sehr emotional für mich, habe viele verschiedene Gefühle erlebt. Der Abschied nach so vielen Jahren war sehr hart für mich. Als ich hier ankam, war ich aber sehr glücklich. Der Empfang von den Fans war der Wahnsinn. Ich kann es kaum erwarten, bis es losgeht. Ich will mit dem Training beginnen, habe grosse Lust, meine Teamkollegen kennenzulernen.»

Lionel Messi bei seiner Präsentation am Dienstagvormittag im Parc des Princes.

Lionel Messi bei seiner Präsentation am Dienstagvormittag im Parc des Princes.

Christophe Petit Tesson / EPA

Stellt sich die Frage, wann die Premiere im PSG-Dress erfolgen wird? Der neue Klub des sechsmaligen Weltfussballer des Jahres bestreitet am Samstag das erste Heimspiel (zweites Saisonspiel) gegen Racing Strassburg. An diesem Wochenende wird «La Pulga» (der Floh) wohl nicht auf dem Platz stehen: «Ich komme frisch aus den Ferien, habe viel Lust, um zu spielen. Aber ich weiss noch nicht, wann ich spielen kann. Der Trainerstaff wird das entscheiden.» Er brauche nun eine Vorbereitung, bevor er wieder spielen könne. «Ich hoffe, es wird so früh wie möglich sein.»

Ära nach 21 Jahren beendet

Lionel Messi hatte zuvor 21 Jahre für den FC Barcelona gespielt, mit dem er sich am Ende nicht auf eine Vertragsverlängerung einigen konnte. Die Katalanen schoben die Schuld auf das sogenannte Financial Fairplay. Obwohl der Argentinier zu einer Lohnreduktion von 50 Prozent bereit gewesen sein soll, konnte der FCB sein Gehalt nicht mehr stemmen. Der 34-Jährige klärt auf, weshalb er sich für den französischen Verein entschieden hat:

Der tränenreiche Abschied von Lionel Messi beim FC Barcelona.

Der tränenreiche Abschied von Lionel Messi beim FC Barcelona.

Andreu Dalmau / EPA

«Ich komme hierhin, weil der Klub sehr ambitioniert ist. Der Verein möchte genauso wie ich weiter Titel gewinnen.» Nun soll es in Paris endlich mit der Champions-League-Trophäe klappen. «Mein Traum ist es diesen Titel ein weiteres Mal zu gewinnen.» Bereits viermal konnte Messi den Henkelpott in die Höhe stemmen. Für PSG wäre es der erste Triumph in der Königsklasse.

Der 34-Jährige sei immer noch mit der gleichen Leidenschaft und Freude eine Kleinkindes dabei. Nun trifft er auf ehemalige Weggefährten wie Neymar oder auf die Nati-Kollegen Ángel Di María, Mauro Icardi und Leandro Paredes. Mit dem Keeper Gianluigi Donnarumma und Verteidiger Sergio Ramos kommen weitere Star-Spieler neu in die französische Hauptstadt. Zusammen mit Kylian Mbappé wird PSG in dieser Saison viele Mannschaften zur Verzweiflung bringen. «Hier sind die besten Spieler der Welt.»

PSG-Präsident Nasser Al-Khelaifi posiert zusammen mit Lionel Messi.

PSG-Präsident Nasser Al-Khelaifi posiert zusammen mit Lionel Messi.

Christophe Petit Tesson / EPA

PSG-Präsident Nasser Al-Khelaifi spricht von einem «wunderbaren und historischen Tag für den Verein und die Fussballwelt. Wir wollen jeden Titel holen.» Auf die Frage, wie man sich an das Financial Fairplay halten könne, sagt er: «Wir haben vor dem Transfer abgeklärt, ob es sich mit der Regel vereinbaren lässt. Wie sie sehen, hat es geklappt. Für welch einen Wachstum Messi auf Social Media oder den Trikotverkäufen bei uns sorgt, ist gigantisch. Ich hoffe nun, dass Leo Messi nicht nach noch mehr Lohn fragt», so der Präsident mit einem schmunzeln. Bei den Franzosen wird der argentinische Super-Star mit der Nummer 30 auflaufen.

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