Ski alpin
Trotz Podestplatz in Courchevel: Beat Feuz verpasst Kristallkugel in der Abfahrt um 0,20 Sekunden – Odermatt wird Zweiter

Beat Feuz schlägt Aleksander Kilde, bleibt in der Abfahrtswertung aber zurück. Freude dagegen bei Marco Odermatt: Der Nidwaldner steht nach seinem starken zweiten Platz als Gewinner des Gesamtweltcups fest. Sieger der finalen Saison-Abfahrt wird Vincent Kriechmayr.

Dan Urner
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Dritter in der Abfahrt von Courchevel: Beat Feuz.

Dritter in der Abfahrt von Courchevel: Beat Feuz.

Urs Flueeler / EPA

Beat Feuz hat Aleksander Kilde geschlagen – und irgendwie doch verloren. Der Emmentaler klassierte sich in der Abfahrt beim Weltcup-Final im französischen Courchevel auf dem dritten Rang. Und damit 31 Hundertstel und eine Position vor dem Norweger Aleksander Kilde, seinem ärgsten Widersacher im Kampf um die kleine Kristallkugel. Doch es half nichts: Feuz gelang es zwar, die zuvor 23 Punkte Rückstand auf den Norweger etwas abzutragen. An der Spitze der Abfahrtswertung bleibt freilich Kilde, der sich am Ende mit 13 Zählern Vorsprung durchsetzt.

«Scheissegal» sei ihm das Ergebnis, sagte Feuz nach seiner Fahrt. Der strahlende Emmentaler liess sich die gute Laune nicht verderben: «Der Zuschauer hat ein schönes Rennen, ich hatte Spass.» 20 Hundertstel fehlten Feuz auf Rang zwei, gleichbedeutend mit dem Sieg in der Disziplinenwertung.

Nun ist es offiziell: Marco Odermatt steht nach seinem zweiten Platz in der Abfahrt in Courchevel als Sieger des Gesamtweltcups fest.

Nun ist es offiziell: Marco Odermatt steht nach seinem zweiten Platz in der Abfahrt in Courchevel als Sieger des Gesamtweltcups fest.

Keystone

Odermatt beendet Rechenspiele

Die beste Fahrt auf der zuvor unbekannten Eclipse-Piste zeigte Vincent Kriechmayr, der seine von der ersten Zwischenzeit an bestehende Führung beständig konservierte. Der Österreicher gewann mit 34 Hundertstelsekunden Vorsprung – vor Marco Odermatt. Der Nidwaldner, der im Vorfeld des Rennens noch öffentlich Mühe bekundet hatte, weiter die nötige Spannung an den Tag zu legen, beeindruckte mit einem famosen Lauf. Und beendete sämtliche Rechenspiele. Weil er sich vor Kilde klassierte, ist dem 24-Jährigen der Gewinn des Gesamtweltcups nun auch ganz offiziell nicht mehr zu nehmen. In der Abfahrtswertung steht für ihn zudem ein starker vierter Rang zu Buche.

«Es ist extrem schön, dass ich eine schöne Abfahrt zeigen konnte», freute sich Odermatt über seine starke Leistung. Und offenbarte doch «gemischte Gefühle» darüber, «dass es für Beat nicht gelangt hat».

Für Niels Hintermann verlief die finale Saison-Abfahrt nicht wie geplant: Der Zürcher Unterländer verlor im oberen Streckenteil einen Ski und schied aus. Auch Stefan Rogentin sammelte als 18. keine Punkte (+ 2.88 Sekunden).