Super-G in Saalbach
Genial! Odermatt gewinnt Super-G überlegen: «Mir ist die perfekte Fahrt gelungen!»

Marco Odermatt zeigt beim Super-G in Saalbach eine Machtdemonstration. Der Nidwaldner gewinnt überlegen und nimmt der Konkurrenz viel Zeit ab. Justin Murisier verpasst das Podest knapp.

Gabriel Vilares
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Marco Odermatt gewinnt den Super-G im österreichischen Saalbach überlegen.

Marco Odermatt gewinnt den Super-G im österreichischen Saalbach überlegen.

Keystone

Was für eine Vorstellung von Marco Odermatt! Der Youngster stellt beim Super-G im österreichischen Saalbach alle in den Schatten. Nach 20 Fahrsekunden wartet auf die Athleten die technisch anspruchsvollste Stelle auf der Piste. Weil der Hang nicht sehr steil ist, kosten Fehler viel Zeit. Fehler, die man bei der Fahrt des 23-jährigen Nidwaldners vergebens sucht. Die Linie im oberen Teil trifft Odermatt hervorragend und nimmt den Schwung gleich mit. Im unteren Teil ist er nochmals eine Klasse für sich und distanziert die Konkurrenz klar.

Mit 62 Hundertstel Rückstand kommt der Franzose Matthieu Bailet dem Schweizer am nächsten. Auf Rang drei folgt der Super-G-Weltmeister Vincent Kriechmayr. Marco Odermatt feiert sensationell seinen 3. Weltcup-Sieg, den zweiten in dieser Disziplin. Mit dem Sieg rückt Odermatt auf den zweiten Platz in der Disziplinenwertung. Vor dem letzten Super-G beträgt der Vorsprung von Kriechmayr 83 Punkte auf Odermatt. Die Chancen auf die kleine Kristallkugel damit theoretischer Natur.

«Unglaublich! Mir ist die perfekte Fahrt gelungen. Ich bin clever gefahren und ging ans Limit, wo es das brauchte. Ich hatte noch nie ein solch cooles Gefühl im Ziel. Das ist meine Kampfansage an Alexis Pinturault. Es bleibt sicher bis zum Schluss spannend.» So die Worte von Marco Odermatt nach seinem Sieg gegenüber SRF.

Murisier verpasst das Podest nur knapp

Zweitbester Schweizer ist Justin Murisier. Der Walliser zeigt mit der Startnummer 40 sein bestes Ergebnis im Super-G und verpasst das Podest nur knapp. Dabei profitiert Murisier von immer besser werdenden Bedingungen. Mit einem Rückstand von 98 Hundertstel landet er auf dem 5. Platz. Aufs Treppchen fehlen nur 17 Hundertstel. Nur einen Platz dahinter klassiert sich Beat Feuz. Der Emmentaler zeigt sein bestes Saison-Ergenbis in dieser Disziplin. Ebenfalls in die Punkte schafft es Stefan Rogentin mit dem 17. Platz.

Im Kampf um die grosse Kristallkugel rückt Marco Odermatt dem Franzosen Alexis Pinturault auf die Pelle. Sechs Rennen stehen in diesem Winter noch auf dem Programm. Der Rückstand vom Schweizer beträgt noch 81 Punkte auf den Franzosen. Nun geht es für die Herren ins slowenische Kranjska Gora. Ein Riesenslalom und ein Slalom stehen dort am kommenden Wochenende auf dem Programm.

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