Tennis
Becker über Federer in Paris: «Er kann nicht erwarten, einer der Favoriten zu sein»

Geht es nach Boris Becker, hat Roger Federer in Wimbledon die besten Chancen, nochmals ein Turnier zu gewinnen. Dazu sei Paris eine gute Vorbereitung. Und im Hinblick darauf tiefstapeln eine gute Taktik.

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Traut Roger Federer wenn schon in Wimbledon nochmals einen Exploit zu: Boris Becker – hier 2017 beim Finalspiel in London.

Traut Roger Federer wenn schon in Wimbledon nochmals einen Exploit zu: Boris Becker – hier 2017 beim Finalspiel in London.

Keystone

Deutschlands Tennis-Idol Boris Becker findet es vollkommen richtig, dass Grand-Slam-Rekordchampion Roger Federer vor den French Open die Erwartungen an sich herunterschraubt. «Es ist ehrlich», sagte Becker am Dienstag. «Er kann nicht die Erwartungen haben, einer der Favoriten in Paris zu sein. Dazu war er zu lange verletzt, hat zu lange nicht gespielt.» Der 39 Jahre alte Roger Federer hatte betont, die am Sonntag beginnenden French Open nur als Vorbereitungsturnier auf die Rasensaison zu sehen.

Auf Grand-Slam-Ebene hat Federer seinen letzten Match bei den Australian Open Anfang 2020 bestritten. Danach folgten zwei Knieoperationen und eine über einjährige Pause. Seither hat er erst drei Matches bestritten. Zuletzt hat Federer bei seinem ersten Auftritt auf Sand in Genf gleich direkt zum Auftakt verloren. Als grosses Ziel hat er Wimbledon ausgegeben, wo er mit acht Titeln Rekordsieger ist. Start zum Turnier in London ist am 28. Juni.

«Er muss sich an seine Bestform herantasten, das geht immer nur über Matches», sagte Boris Becker weiter über Roger Federer. «Im Training wird man nicht besser», so der 53-Jährige. Das Ziel des Schweizers sei es, nochmals ein Grand-Slam-Turnier zu gewinnen. Becker: «Ich glaube, in Wimbledon hat er die besten Chancen. Und dazu muss er Paris spielen. Ich hoffe, dass er in die zweite Woche in Paris kommt.» (sid/sat)

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