Tour de Suisse
Carapaz verteidigt Gesamtführung, Mäder wird starker Dritter beim Zeitfahren

Der Kolumbianer Rigoberto Uran setzt sich beim anspruchsvollen Bergzeitfahren vor dem Franzosen Julian Alaphilippe durch. Mit Gino Mäder und Stefan Küng klassieren sich zwei Schweizer in den Top Ten.

Dan Urner
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Gino Mäder demonstrierte nach zuletzt schwächeren Etappen wieder sein Können und beendete das Zeitfahren auf dem dritten Platz.

Gino Mäder demonstrierte nach zuletzt schwächeren Etappen wieder sein Können und beendete das Zeitfahren auf dem dritten Platz.

Keystone

Der Kolumbianer Rigoberto Urán hat die siebte Etappe der Tour de Suisse für sich entschieden. Der 34-Jährige siegte beim Bergzeitfahren von Disentis nach Andermatt mit 40 Sekunden Vorsprung vor dem Franzosen Julian Alaphilippe. Mit Gino Mäder (+54 Sekunden) komplettierte ein Schweizer das Podest. Stefan Küng fuhr indes mit 1:05 Minuten Rückstand auf Platz zehn.

Das gelbe Trikot verbleibt derweil beim Ecuadorianer Richard Carapaz (+54 Sekunden), der die Gesamtführung mit einem vierten Platz verteidigte. Er führt das Klassement vor dem heutigen Etappensieger Urán an, der aber nur noch mit 17 Sekunden Rückstand in die Schlussetappe von und nach Andermatt geht. Bester Schweizer im Gesamtranking ist Marc Hirschi, der auf Position 34 rangiert.

Mäder «baff» über das eigene Ergebnis

«Ich bin wahnsinnig glücklich, dass es einigermassen gelaufen ist», frohlockte der auf Rang drei klassierte Mäder, der selbst «baff» über die eigene Leistung war, zumal die vergangenen Etappen überhaupt nicht nach seinem Gusto verlaufen waren. Am Freitag war der 24-Jährige etwa nicht über einen enttäuschenden 81. Platz hinausgekommen. «Ich habe brutal gelitten in den letzten paar Tagen. Es lief überhaupt nicht gut, vor allem gestern und vorgestern. Ich habe mir gedacht, ich muss die Tour de Suisse mit einem positiven Ereignis abschliessen.»

Auch Stefan Küng war zufrieden mit seiner Performance: «Ich habe mich gut gefühlt und alles gegeben». In der Abfahrt habe er wieder Zeit gutmachen können, aber «wie erwartet ist die Zeit bergauf halt matchentscheidend», resümierte der Thurgauer seine Fahrt.