Comparis-Umfrage
Jeder fünfte Erwachsene in der Schweiz fürchtet 2021 schlechtere Finanzen

Die Coronapandemie schlägt aufs Gemüt: 18 Prozent der Erwachsenen in der Schweiz gehen davon aus, dass sie im neuen Jahr finanziell schlechter dastehen werden. Das sind so viele wie noch nie.

Merken
Drucken
Teilen
18 Prozent der Erwachsenen in der Schweiz rechnen kommendes Jahr mit einer finanziell schlechteren persönlichen Situation.

18 Prozent der Erwachsenen in der Schweiz rechnen kommendes Jahr mit einer finanziell schlechteren persönlichen Situation.

Keystone

(sat) Und auch die Zahle jener, die im neuen Jahr mit einer Verbesserung der persönlichen finanziellen Situation rechnen, erreicht mit einem Viertel einen Tiefststand, wie Comparis.ch am Montag mitteilt. Vor einem Jahr hatte dieser Wert in der regelmässig durchgeführten Umfrage des Vergleichsportals noch bei 33 Prozent gelegen.

Wer im neuen Jahr mit einer Verschlechterung der finanziellen Situation rechnet, nennt laut Comparis.ch meist Probleme am Arbeitsplatz. Konkret erwähnen 68 Prozent der Pessimisten Kurzarbeit, einen Jobverlust, ein kleineres Pensum oder einen Umsatzeinbruch als selbständig Erwerbende. Vor Jahresfrist waren steigende Krankenkassenprämien mit 46 Prozent noch die Hauptsorgen für eine finanzielle Verschlechterung der Situation.

Generell bereitet die anhaltende Coronakrise 83 Prozent der Befragten Sorgen. Das sind deutlich mehr als bei der letzten Befragung im Mai (76 Prozent) und etwas weniger als bei der Erstbefragung zu dem Thema im März. Damals lag dieser Wert in der Comparis-Umfrage bei 88 Prozent. Mit 92 Prozent sind die Coronasorgen in der Romandie weiterhin höher als in den übrigen Sprachregionen. In der Deutschschweiz liegt dieser Wert bei 81 Prozent und im Tessin bei 78 Prozent.

Regional einkaufen und weniger tierische Produkte liegen im Trend

Nach den Auswirkungen der Coronapandemie gefragt, ergeben sich aus den Antworten auf die Comparis.ch-Umfrage laut Mitteilung vom Montag zwei Hauptmuster: Die Hälfte der Schweizerinnen und Schweizer will mehr regionale Produkte kaufen und ein Drittel weniger Fleisch respektive tierische Produkte. Beide Werte sind innerst Jahresfrist massiv gestiegen. Daraus folgert Michael Kuhn vom Vergleichsportal: «Die Coronapandemie und die Klimadebatte werden 2021 die Finanz- und Konsumentscheidungen der Schweizerinnen und Schweizer dominieren.»

Für die repräsentative Comparis-Umfrage zu den persönlichen Finanzen hat das Marktforschungsinstitut Innofact im November und Dezember 1’034 Personen in allen Regionen der Schweiz befragt.