Demonstration
Amnesty International demonstriert in Zürich für indische Aktivistinnen

Seit bald drei Jahren werden in Indien 16 Menschenrechtsaktivistinnen festgehalten. Am Samstag organisierte Amnesty International in Zürich einen Aktionstag und forderte die Freilassung der Frauen.

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Amnesty International setzte am Samstag in Zürich ein Zeichen für gefangene Menschenrechtsaktivistinnen in Indien.

Amnesty International setzte am Samstag in Zürich ein Zeichen für gefangene Menschenrechtsaktivistinnen in Indien.

HO

Anfang 2018 kam es im indischen Ort Bhima Koregaon nach einer Grossveranstaltung zu einer gewalttätigen Auseinandersetzung. Darauf ging die Polizei gegen Menschenrechtsaktivisten, Kulturschaffende, Schriftsteller und Anwältinnen vor, die sich gegenüber der Politik von Premierminister Narendra Modi kritisch geäussert hatten. Bis heute sind 16 Regierungskritikerinnen in Haft – ohne Prozess und trotz Coronapandemie, schreibt Amnesty International Schweiz am Samstag in einer Mitteilung.

Diese Gefangenen sind bekannt als BK16. Darunter befindet sich laut Amnesty International Sudha Bharadwaj. Die Anwältin sei auch in der Schweiz bekannt, da sie sich in einem Fall mit Bezug zu einem hier ansässigen, weltweit tätigen Konzern für Festanstellungen und bessere Arbeitsbedingungen eingesetzt habe.

Solifonds und die Frauenrechtsgruppe Zürich von Amnesty International forderten daher als Teil eines europaweiten Aktionstags die sofortige Freilassung der BK16. Laut eigenen Angaben gab es dafür am Nachmittag eine kleine Demonstration, Reden und Videobotschaften von Angehörigen und eine Fotoausstellung über die BK16. (abi/sat)

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